BlogwerkAG setzt auf (Reichweiten)starke Kooperationen

von Steffen Greschner am 18. Januar 2012 · Kein Kommentar

netzwertig.com hatte letzte Woche eine Kooperation mit der WirtschaftsWoche verkündet. Mit neuerdings.com ist seit August 2011 bereits ein weiteres Blog aus dem Netzwerk der Blogwerk AG in einer Kooperation mit einem großen Medium. Immer am Wochenende laufen die besten neuerdings-Gadgets auf Spiegel-Online. Die Erfahrungen damit scheinen sehr gut zu sein:

neuerdings.com Integration auf SPIEGEL ONLINE

neuerdings.com Integration auf SPIEGEL ONLINE

Es ist grossartig, dass wir dank dieser Zusammenarbeit neue Leserkreise erreichen, denn diese lesen nicht einfach die Postings auf Spiegel Online sondern surfen auf neuerdings.com vorbei und entdecken hier, dass wir noch mehr zu bieten haben, als News zu kuriosen oder besonders stylishen Gadgets.

Das bedeutet nicht einfach nur, dass unsere Leserzahlen deutlich steigen (wir erreichen dank dieser Kooperation bis zu 30’000 Visitors an einem Wochenende); es bedeutet auch, dass wir mehr Leserfeedback auf News und Tests erhalten, was für uns von grossem Wert ist.

Zu weiteren Nachfragen sagte Blogwerk-Verlagsleiter, Thomas Mauch, dass man noch einiges aus den Erfahrungen mit Kooperationen dieser Art lernen wolle. Zu exakten Zahlen und den Konditionen hinter den Kooperations-Deals wollte er aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen.

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1:0 für Facebook: Münchner Merkur stellt Community ein

von Steffen Greschner am 17. Januar 2012 · 1 Kommentar

Beim Münchner Merkur war seit einiger Zeit zu beobachten, dass die Kommentar- und Community-Funktionen immer weiter eingedampft wurden. Seit etwa drei Monaten war es nur noch registrierten Nutzern möglich, Kommentare zu verfassen und zu lesen.

In einer Email kam heute des Rätsels Lösung. Man hat sich der Facebook-Übermacht gebeugt:

Bereits seit einigen Monaten haben wir den “Community”-Bereich aus der Navigation entfernt. Zwar war dieser über einen Link noch erreichbar, wurde aber seitens der Redaktion nicht mehr aktiv beworben. Der Hintergrund: In Zeiten von Facebook und anderen sozialen Netzwerken hat sich diese Form einer Zeitungs-Community nicht bewährt. Merkur-online.de ist selbst mit einigen Seiten auf Facebook aktiv, beispielsweise können Sie sich auf  www.facebook.com/merkuronline mit uns vernetzen.

Der Schritt ist konsequent und richtig: Der (technische)Aufbau einer eigenen Community macht wirklich keinen Sinn. Die Leser sind bei Facebook und dort werden sie vorerst auch bleiben.

Auf der anderen Seite ist mit einer reinen Fanpage nicht das möglich, was ich hier schon öfters mit der “lokalen Community” beschrieben habe. Dafür braucht es enge Zusammenarbeit mit der eigenen Leserschaft und die muss aufgebaut werden. Ohne Kommentarfunktion und ohne direkte Austauschmöglichkeiten ist das nicht möglich. Unverständlich ist an der Stelle, warum bisher noch keine (mir bekannte) Zeitung die Möglichkeiten des Facebook-Logins nutzt?

Beim Merkur will man zumindest eine klassische Kommentarfunktion schnell wieder aufbauen.

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Können Lokalblogs als Verlagsmodell funktionieren?

von Steffen Greschner am 16. Januar 2012 · Kein Kommentar

Die New York Times war eine der ersten Zeitungen, die mit The Local bereits 2009 ausgiebig mit lokalen Blogs getestet hat. Bereits 2010, ein Jahr nach Launch, wurden die Blogs in eine Kooperation mit der CUNY Journalism School überführt. Inzwischen wird ein Blog vom NYU Journalism Institute geführt.

Gegenüber StreetfightMag hat Projektleiterin Mary Ann Giordano einen interessanten Rückblick über die Erfahrungen und eine Zukunftsaussicht zu weiteren Hyperlocal-Aktivitäten der NYT gegeben:

We did pretty well in getting things going. People really liked the idea of a news source. We ran The Locals for almost a full year when there were cutbacks here, but we really were devoted to the sites and the news. We wanted to keep it going, so for Fort Greene/Clinton Hill, we found a partner in CUNY, at the Graduate School of Journalism. They’ve been running the site day-to-day in partnership with us. We could not find a similar partner for the New Jersey site.

We just felt after six months of running it on our own that we weren’t really developing it. We didn’t have the resources to learn anything new. These sites, from the beginning, were supposed to be laboratories for experiments, on every level. We wanted to shut that down. But then again, we’d been talking to NYU for a while, and we opened the East Village site that is run with the Arthur L. Carter Journalism Institute at NYU.

Für die Zukunft sieht die New York Times allerdings keinen direkten (wieder)Einstieg in das lokale Blog-Business. Es klingt fast so, als räume man das Feld für kleine, lokale Anbieter, die mit anderen Kostenstrukturen ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln:

We need someone to figure out a very good business model. I know that Patch is trying very hard; they’re having some success. We’d love to see them succeed because we think we can. Let me put it this way: a lot of community bloggers are hoping to find a way to make a living because it’s a really fun way to do journalism.

We’re not going to move in that direction right now until there is a very clear business model for it. We get a lot of requests, particularly when we started up, people begging us to start one of these in their town. Everybody wants journalists. It was very heartening. It was a time when a lot of newspapers were closing and a lot of journalists were getting laid off, and here were all these people. And there was a lot of writing about how journalism was dead and nobody needs journalism any more, yet there were all these people who were reaching out and saying: come cover our town. Come write about what we’ve got going on here.

The question is, is there enough of a demand that you could make money and sustain yourself? It’s harder to sustain yourself when you’re the New York Times. If you’re a community blogger and you live in the neighborhood, you’re working out of your home. You pay yourself a salary. You can probably live off of it. Can that sustain a New York Times journalist and the salesperson? Not yet. Maybe someday it will, you know?

Wenn man der NYT glauben möchte, kommt die Zeit kleiner und unabhängiger Lokalmedien, die mit den Angeboten in Zukunft ein persönliches Auskommen finden werden. Die TegernseerStimme hatte Ende letztes Jahr bereits mit vielversprechenden Umsatzzahlen Mut gemacht.

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netzwertig.com kooperiert mit WirtschaftsWoche

von Steffen Greschner am 12. Januar 2012 · Kein Kommentar

netzwertig.com kooperiert ab sofort mit dem Onlineangebot der WirtschaftsWoche, wie netzwertig heute bekannt gegeben hat:

Das Onlineangebot der WirtschaftsWoche, Deutschlands größtes aktuelles Wirtschaftsmagazin, wird künftig ausgewählte Artikel von netzwertig.com syndizieren und auf wiwo.de veröffentlichen. WirtschaftsWoche Online erweitert damit die redaktionelle Berichterstattung rund um digitale Themen und wird vor allem Artikel rund um Startups und neue Onlinedienste berücksichtigen.

Leser der WirtschaftsWoche erhalten so zusätzliche Einblicke in die Welt aufstrebender Internetfirmen. Für netzwertig.com stellt die Partnerschaft eine ideale Möglichkeit zur Erhöhung der Reichweite und Bekanntheit dar. Nicht zuletzt profitieren auch die von uns porträtierten Startups von der Zusammenarbeit, da sie im Falle eine redaktionellen Berücksichtigung nicht nur bei netzwertig.com Erwähnung finden, sondern mitunter auch bei WirtschaftsWoche Online. Die Entscheidung hierüber obliegt der Redaktion von wiwo.de.

In Kooperation zwischen Blogs und “klassischen Medien” liegt noch viel Potential. Gerade bei Online- und Netzpolitischen Themen.

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Die Südwestdeutsche Medien Holding startet mutig ins neue Jahr und hat diese Woche ein spannendes Projekt auf Atizo begonnen. Atizo ist eine Plattform für Crowd-Brainstorming. Die SWMH stellt dort die simple, wie auch logische Frage: Ideen für die Zeitung der Zukunft? Ausgelobt werden 1.500 Euro. Die vorgegebenen Kriterien:

  • realistisch
  • umsetzbar in der Zeitung und/oder Online
  • breite Zielgruppe
  • Erlöspotential

In den ersten drei Tagen wurden bereits knapp 200 Ideen eingereicht:

Ein cleverer Zug, bei dem es nichts zu verlieren gibt. Die bisher eingereichten Ideen sind nicht alle neu aber manche geben interessante neue Denkanstöße. Gut gefallen hat mir zum Beispiel diese hier:

Info-Abo statt Zeitungsabo #193
Ich seh die Zeitung 2.0 wie ein Capuccino. Die Kaffeebasis ist die gedruckte Tageszeitung. Sie berichtet und informiert meinungsstark und hintergründig. Die Website ist die Milch, die aktuelle Themen weiterverfolgt. Eine Newsalert-App ist der Zucker: Sie hält mich zu Themen, die mich interessieren auf dem Laufenden und wird via App-Code an jedem Artikel aktiviert. Ein Newsletter ist die Schoki: Am Ende des Tages bekomme ich per Newsletter eine letzte Zusammenfassung der Ereignisse des Tages.

Spannend ist auch dieser Ansatz:

Liquid Content ohne QR: Einfach Zeitungsauschnitt photofrafieren #205
Ziel
von klassischen Zeitungsinhalten zu digitalen weiterleiten
Ansatz
Die “konventionelle” Methode hierfür ist der QR-Code. Der braucht jedoch Platz in der Zeitung, welcher teuer ist.
Idee
Ich will eine App mit der ich einfach irgend einen beliebigen Ausschnitt photografiere und dadurch zu den passenden Onlineinhalten weitergeleitet werde.

Die Aktion läuft noch bis 2. März.


Falls Interesse besteht ein ähnliches Projekt auf die Beine zu stellen, biete ich mich gerne als Moderator an: steffen.greschner (at) netzleser (punkt) de

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Rhein-Zeitung legt 2011 um 45% zu #danke #socialmedia

von Steffen Greschner am 11. Januar 2012 · Kein Kommentar

Manchmal freut man sich einfach, wenn gute Leistung sich auszahlt. Wer der Rhein-Zeitung auf Facebook und Twitter folgt, weiß wovon die Rede ist:

Nach einer Auswertung der Besucherzahlen der Top 50-Nachrichten-Seiten (gibt’s hier: http://meedia.de/internet/die-grosse-ivw-jahresbilanz-der-news-sites/2012/01/11.html) waren wir 2011 mit 44,9 Prozent Zuwachs größter Aufsteiger bei den “kleineren” Angeboten. Freut uns sehr! Vielen Dank an Euch für Eure Besuche! Jetzt müssen wir bei Facebook auch noch nachziehen – empfehlt uns doch ein bisschen ;-)

Gratulation! (auch wenn es vielleicht nicht nur an Social Media lag) ;-)

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Demotix.com: der Weg vom Bilderdienst zur Newsseite

von Steffen Greschner am 11. Januar 2012 · Kein Kommentar

Der UK Citizen Journalism- und Bilderdienst Demotix.com hat seit dem Launch in 2009 über 25.000 Nutzer und 4.500 aktive Foto- und Videojournalisten und einige sehr gute Partner gewinnen können. Im Sommer 2011 kam auch ein Investor mit dazu. Neben dem Kerngeschäft als Bildagentur will man bei Demotix allem Anschein nach auch stärker ins Nachrichtenbusiness einsteigen:

Quite apart from a massive sales increase of 250% over 2010, another truly huge success story for 2011 has been Demotix’ traffic figures. They’ve gone through the roof – our monthly figures now look like this:

  • 400,000 unique visitors
  • 1.3 million pageviews
  • 15,000 daily visitors

That’s all added up to a traffic increase of 120 per cent over 2010′s figures.

With browser figures like this, Demotix is becoming a news destination in its own right, welcoming around 15,000 visitors on the average day, and many more for big breaking news events.

Hatte man sich bisher auf die Rolle als (Vertriebs-)Plattform für Fotos von Amateur- und Bürgerjournalisten spezialisiert, versucht Demotix inzwischen verstärkt geschriebenen Content zu akquirieren und über Werbung zu kapitalisieren. Dafür hat man sich ein cleveres Profit-Share-Modell ausgedacht:

We’ve partnered with Guardian SelectMessageSpace and Google to add advertising to all story pages and news hubs on Demotix. We’re working closely with those partners to make sure that the ads we show are relevant and ethical.

At the end of each month, we’ll be sharing out:

  • 80% of all the advertising revenue to the
  • 100 contributors whose stories get the most views.

The reason we’ve chosen to do that is to make sure that the payouts are meaningful – it would be no good if everyone was receiving a few pennies each.

Der Anreiz die Bilder mit gutem Text anzureichern, dürfte für die Teilnehmer bei diesem Modell deutlich größer sein, als das bei klassischen Contentfarmen und Autorennetzwerken wie Suite101 der Fall ist. Dort werden alle Beiträge mit meist marginalen Umsatzbeteiligungen vergütet.

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Netzwerke zur gemeinsamen Suche nach neuen Geschäftsmodellen sind lange überfällig. Ein solches Netzwerk wurde heute vom Institut für Kreativwirtschaft (IKW) der Hochschule der Medien in Stuttgart auf dem Blog des Initiators angekündigt:

Am 31. Januar startet das Innovationsnetzwerk für neue Verlagsprodukte und Mediendienstleistungen in der Wirtschaftsregion Stuttgart. Das gaben Prof. Dr. Martin Engstler und Prof. Holger Nohr von der Hochschule der Medien (HdM) im Rahmen des 12. Medien-Meetings bekannt. Das Netzwerk wurde durch das Institut für Kreativwirtschaft der HdM und der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart (WRS) gemeinsam entwickelt. Es soll Verlage dabei unterstützen, sich mit Partnern aus der digitalen und analogen Medienwelt, aus angrenzenden Branchen, Wissenschaft und öffentlichen Einrichtungen zu vernetzen. Ziel ist es, in Kooperation innovative Produkte und Dienstleitungen zu entwickeln. Als Living Lab soll er Kooperationen und Projektpartnerschaften fördern und den Wissenstransfer verbessern. Die passenden Räumlichkeiten im Gründerzentrum an der Hochschule in Stuttgart-Vaihingen sind bereits bezogen.

Nicht nur auf wissenschaftlicher Seite, sondern auch in der Lehre wird sich in den nächsten Jahren noch einiges tun müssen, um den (Unternehmer)Journalismus der Zukunft nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität umzusetzen. Die City University of New York hat bereits letzte Woche einen Masterstudiengang angekündigt, der in eine ähnliche Richtung geht

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Wo bleiben die deutschen Aggregatoren für gute Inhalte?

von Steffen Greschner am 10. Januar 2012 · 2 Kommentare

Nico Lumma hat heute eine gute Frage gestellt:

SlashdotDiggTechmemeHacker NewsHuffington PostFlipboardNews.meBuzzfeed und noch viele weitere Plattformen gibt es in den USA, die dafür sorgen, daß Nutzer auf Inhalte aufmerksam gemacht werden. In Deutschland hingegen gibt es Rivva und auchYigg und Webnews, das war es dann, mit marginalen Nutzerzahlen. Oder habe ich da etwas übersehen?

Übershen wurde da nichts. Es gibt nichts vergleichbares in diese Richtung. Die Gründe?:

Woran liegt es, daß es bislang keine wirklichen Aggregatoren in Deutschland gibt? Weil wir alle die amerikanischen Plattformen nutzen? Weil wir mit den Online-Angeboten der Medienhäuser zufrieden sind? Weil das dahinterliegende Geschäftsmodell eines werbefinanzierten Angebotes nicht attraktiv erscheint?

Ich glaube kaum, dass einer diese Fragen mit JA beantworten würde. Ich denke eher, dass die künstliche Qualitätsjournalismus-Debatte bei diesem Thema jeden kreativen und sinnvollen Gedanken in den letzten Jahren im Keim erstickt hat.

Zeit das Thema mal wieder offen und zielgerichtet zu denken.

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WSJ.de: Deutschland als Testmarkt für digitales Angebot

von Steffen Greschner am 10. Januar 2012 · 3 Kommentare

Der Livegang des Wallstreetjournals könnte der Anfang einer Umstellung von journalistischen Geschäftsmodellen werden. Zwei Sachen sind durch WSJ.de auf einen Schlag passiert:

  1. Ein ausländischer Verlag entscheidet sich für den deutschen Markt, um ein rein digital basiertes Geschäftsmodell zu testen.
  2. WSJ.de beginnt von Start weg mit einem Freemium-Modell. Das Abo ist mit unter 12 Euro etwas teurer als das Abo der FTD.

Während das WSJ in anderen Märkten nach wie vor eine Printausgabe anbietet, hat man sich für den deutschen Markt dazu entschieden ein rein digitales Angebot aufzubauen:

The Wall Street Journal Deutschland ist die erste rein digitale Wirtschaftszeitung im deutschsprachigen Raum – nur im Netz, nie am Kiosk. Mit weltweit über 2.000 Korrespondenten und einem engagierten Team in Deutschland werden wir Ihnen jeden Tag aufs Neue die aktuellsten und exklusivsten Nachrichten und Hintergrundberichte aus aller Welt liefern. Mit The Wall Street Journal als größter internationaler Wirtschaftszeitung im Rücken wird uns dies gelingen.

Interessant ist das vor allem vor dem Hintergrund, dass viele deutsche Verleger Deutschland nach wie vor als den besten (Print)Pressemarkt überhaupt sehen. Platz für ausländische Verlage sei da nur bedingt.

Bei der deutschen Ausgaben des Wall Street Journal hat man sich für den Schulterschluss entschieden und tauscht Inhalte mit Axel Springer. Einige Artikel kommen von WELT ONLINE, andere wandern zum Springer Finanzportal Finanzen.net und andersrum, wie der Geschäftsführer Jens Ohr gegenüber Meedia berichtet:

„Durch die Content-Partnerschaft mit dem Wallstreet Journal steigern wir die redaktionelle Qualität und Attraktivität unseres Angebots zusätzlich. Im Gegenzug profitiert wsj.de von unserem technologischen Know-how und unseren hohen Nutzerzahlen als deutscher Marktführer“, sagt Jens Ohr, Geschäftsführer der Finanzen.net GmbH.

Spannend wird, in wie weit die Rechnung von WSJ aufgeht. Zwar sind durch die rein digitale Ausrichtung die Grenzkosten deutlich geringer aber der deutsche Manager gilt weiterhin als Printleser, wie Marcel Weiß auf neunetz.com treffend feststellt:

Nur digital könnte auch eine Umstellung für medienkonservative deutsche Manager bedeuten, die die deutsche Ausgabe des prestigeträchtigen und hoch angesehenen Wall Street Journals lesen wollen: Sie müssen hierfür dann doch mal weg vom Papier und in’s Internet gehen für ihren Medienkonsum.

Man darf gespannt sein, wie sich die Leser- und vor allem die Abo-Zahlen bei WSJ.de in den nächsten Monaten entwickeln werden. Der Ansatz ist ziemlich gut und der deutsche Markt scheint im Wirtschaftsjournalismus dafür bereit.

Traurig ist nur, dass erst ein US-Verlag in den deutschen Markt eintreten muss, um eine reine Onlinestrategie zu entwickeln. Mit der HuffingtonPost stehen die nächsten bereits in den Startlöchern auch wenn das Modell ein komplett anderes ist.

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