ZEIT Verlag testet eRaeder zur Content-Zweitverwertung

von Steffen Greschner am 9. Januar 2012 · Kein Kommentar

Im Gegensatz zum iPad eignen sich eReader wohl deutlich besser zur Content-Zweitverwertung. Der ZEIT Verlag testet seit dem Jahreswechsel einige erste Versuche, Artikelsammlungen für Amazons Kindle neu aufzubereiten und günstig anzubieten:

ZEIT ONLINE bietet digitale Artikelsammlungen für den Amazon Kindle. Die ersten eBooks bündeln ausgewählte Artikel der ZEIT Reise-Redaktion zu Paris und Barcelona. Die Adaption der „City-Guide“-Serie der ZEIT bietet unter anderem Empfehlungen für Hotels und Restaurants der beiden Metropolen.

Zudem erscheinen zwei Bände der ZEIT ONLINE-Kolumne „Da staunt der Chef“ von Ulf Weigelt. Der Autor ist Fachanwalt in der auf das Arbeitsrecht spezialisierten Berliner Kanzlei Weigelt & Ziegler (www.weigelt-ziegler.de) und beantwortet jeden Mittwoch aufwww.zeit.de Leserfragen rund um Gehalt, Jobwechsel, Kündigung und weitere arbeitsrechtliche Themen. In beiden Bänden werden jeweils 43 ausgewählte Antworten aus den Jahren 2010 und 2011 angeboten. Die eBooks sind nach Fragen strukturiert, so dass konkrete Antworten zum meist unübersichtlichen Arbeitsrecht leicht zu finden sind.

Die eReader Angebote sind mit Preisen um die drei Euro günstig und erleichtern so die Kaufentscheidung. Außerdem ist der eReader-Leser durch den fehlenden extrem rudimentären Browser auf externe Inhalte angewiesen. Bei der ZEIT will man das Angebot weiter ausweiten:

Christian Röpke, Geschäftsführer ZEIT ONLINE: „Wir freuen uns, unser bestehendes ePublishing-Angebot der wöchentlichen ZEIT-Ausgabe um themenbezogene Angebote für den Amazon Kindle zu erweitern. Mit diesen eBooks starten wir in ein neues Angebotsfeld, das wir sukzessive weiter ausbauen werden.“

Bei all dem Hype um iPad und andere Tablets sollten die eReader nicht komplett vernachlässigt werden. Zur einfachen Content-Zweitverwertung eignen sie sich definitiv besser. Die ZEIT ist als reguläre Ausgabe ebenfalls für eReader zu haben.


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