Warum die Branche StartUps dringend braucht

von Steffen Greschner am 17. November 2011 · 1 Kommentar

Das Thema Lokalblog knackt 10.000 Euro hat gestern ziemlich eingeschlagen: TopStory bei Meedia, meistgeklickter Link bei turi2, der Journalist hatte den Beitrag in den 3 Webtipps des Tages, Neunetz.com hat es übernommen. Dazu viele weitere Blogs, Tweets und Facebook-Empfehlungen.

Warum das alles?

Weil es endlich mal Zeit wurde!

Schnell haben gestern die Diskussionen im Netz angefangen. Ein exemplarisches Beispiel:

Die Branche braucht StartUps

10.000 Euro sind nicht viel Geld. Das reicht vor allen nicht um 9 Leute dauerhaft zu ernähren. Aber 10.000 Euro Monatsumsatz sind für ein StartUp nach 18 Monaten Laufzeit und 6 Monaten aktiver Vermarktung absolut OK. Und so sollte man das auch diskutieren.

Was der Branche nicht viel hilft, sind Konzepte, die auf Spenden bauen, die sich über Vereine finanzieren und die damit kokettieren unterfinanziert für die richtige Sache zu kämpfen. Idealismus ernährt tatsächlich niemanden. Vollkommen egal, ob Klatsch und Tratsch oder die tiefgründige Sozialreportage. Es geht darum irgendwann Geld zu verdienen.

Solange aber die eigentlichen Vordenker der Branche mit Begriffen wie “professioneller Lokaljournalismus” und “Qualitätsjournalismus” jeden neuen Ansatz im Keim ersticken, stehen sie sich selbst im Weg.

Betriebswirtschaft statt journalistischer Verblendung

Der Beitrag von gestern hat es ganz deutlich gezeigt: Es lohnt sich auch in bodenständige und unspektakuläre Konzepte zu investieren. Wenn man es nicht mit journalistischer Verblendung, sondern mit betriebswirtschaftlichem Kalkül tut, wird es sich auszahlen – ohne das der Journalismus dabei auf der Strecke bleibt.


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