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	<title>Netzleser &#187; Lokalblogs</title>
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	<description>Geschäftsmodelle im/ mit/ durch Journalismus im Netz</description>
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		<title>Wie nennen wir das Kind: Hyperlocalonlinejournalismuslokalblog?</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2012/01/28/wie-nennen-wir-das-kind-hyperlocalonlinejournalismuslokalblog/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 17:45:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperlocal]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblog]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[*update* Hier lief vor inzwischen fast einem Jahr schon einmal die Frage, wie der passende Begriff für &#8220;Lokalblogs&#8221; aussehen müsste. Ich selbst bin mit dem Begriff nach wie vor nicht zufrieden, weil ich ihn für nicht 100% passend halte. Teilweise gibt es erste Versuche das mit &#8220;lokale Netzmedien&#8221; zu betiteln. Hat jemand bessere Vorschläge? *update [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong><span style="color: #ff0000;">*update*</span></strong><br />
Hier lief vor inzwischen fast einem Jahr schon einmal die Frage, wie der passende Begriff für &#8220;<strong>Lokalblogs</strong>&#8221; aussehen müsste. Ich selbst bin mit dem Begriff nach wie vor nicht zufrieden, weil ich ihn für nicht 100% passend halte. Teilweise gibt es erste Versuche das mit &#8220;<strong>lokale Netzmedien</strong>&#8221; zu betiteln. Hat jemand bessere Vorschläge?<br />
<strong><span style="color: #ff0000;">*update Ende* </span></strong></p>
<p>Diese Woche dreht sich hier alles um Lokalblogs: langsam aber sicher kommen sie in der Masse an. Das ist schön und wurde Zeit. Daraus ergibt sich aber auch ein wichtiger Punkt:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wie nennen wir das Kind?</strong></p>
<p style="text-align: left;"><em>Lokalblog</em>,  <em>Hyperlocal</em> oder noch schlimmer der eingedeutschte <em>HyperloKal-Blog</em> sind für mich nur Arbeitstitel. So wird das in der Masse nicht verstanden. Für zu viele ist ein Blog noch immer ein subjektives Tagebuch und hat mit seriösem Journalismus nichts zu tun.</p>
<p style="text-align: left;">Bei mir im Journalismusstudium wurde noch 2006 die Prüfungsfrage gestellt: <em><strong>&#8220;Weblogs: Klowände des Internet?&#8221; </strong></em>- Das sagt doch alles. Und das haben sich Professoren ausgedacht, die Journalismus lehren. Dass sie sich die Frage gerade bei <a href="http://www.jensscholz.com/2006_01_01_archive.htm#113762765814900254" target="_blank">Jean-Remy von Matt abgekupfert haben</a>, macht die Sache nur noch schlimmer.</p>
<p style="text-align: left;">Um das Thema in der Masse zu platzieren, braucht es einen griffigen Begriff. Mir ist noch keiner eingefallen. <strong>Jemand Ideen?</strong></p>
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		</item>
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		<title>Groupon- und Coupon-Angebote deutscher Zeitungsverlage</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/08/17/groupon-und-coupon-angebote-als-erlosmodell-fur-lokalzeitungen-und-lokalblogs/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 09:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Coupon]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Groupon]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8212; update vom 17. August &#8212; Nachdem seit Montag mit rheinmainDEAL (F.A.Z. und Frankfurter Neuen Presse) und mydealbayern (Passauer Neue Presse) zwei neue Verlags-Groupons dazu gekommen sind, habe ich die Liste aller Groupons aus deutschen Verlagen bzw. Regional- und Zeitungsverlagen mal wieder aktualisiert. &#8212; ursprünglicher Artikel vom 4. April 2011 &#8212; Die Integration von Groupon- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong><span style="color: #0000ff;">&#8212; update vom 17. August &#8212;</span></strong><br />
Nachdem seit Montag mit <a href="http://www.rheinmaindeal.de" target="_blank">rheinmainDEAL</a> (F.A.Z. und Frankfurter Neuen Presse) und <a href="http://www.mydealbayern.de" target="_blank">mydealbayern</a> (Passauer Neue Presse) zwei neue Verlags-Groupons dazu gekommen sind, habe ich die Liste aller Groupons aus deutschen Verlagen bzw. Regional- und Zeitungsverlagen mal wieder aktualisiert.<br />
<strong><span style="color: #0000ff;">&#8212; ursprünglicher Artikel vom 4. April 2011 &#8212;</span></strong></p>
<p>Die <strong>Integration von Groupon- und Coupon-Angeboten</strong> ist ein vielversprechender Weg indirekte Erlösmodelle im Online-Journalismus zu realisieren</p>
<h3>Verlage testen Groupon &#8211; oft leider lieblos</h3>
<p>Seit einiger Zeit tut sich in dem Bereich auch schon was. Die WAZ hat mit WestDeal vor rund eineinhalb Jahren vorgelegt. Inzwischen sind einige andere Zeitungen und Verlage nachgezogen. Eine Übersicht über die aktuellen <strong>Verlags-Groupon-Klone</strong>:</p>
<p><a href="http://www.westdeal.de/">http://www.westdeal.de/</a> WAZ-Mediengruppe<br />
<a href="http://www.sachsendeal.de/">http://www.sachsendeal.de/</a> Leipziger Verlags- und Druckerei GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://www.norddeal.de/">http://www.norddeal.de/</a> Verlagsgesellschaft Madsack GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://www.schwaben-gutschein.de/">http://www.schwabenland-deal.de/</a> Reutlinger General-Anzeiger Verlags GmbH + Co. KG<br />
<a href="http://www.rheinmaindeal.de/">http://www.rheinmaindeal.de/</a> F.A.Z. und Frankfurter Neue Presse<br />
<a href="http://www.mydealbayern.de/">http://www.mydealbayern.de/</a> Passauer Neue Presse Verlags GmbH<br />
<a href="http://www.rheinneckardeal.de/">http://www.rheinneckardeal.de/</a> Rheinpfalz Online GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://www.bayerndeal.de/">http://www.bayerndeal.de/</a> Main Post GmbH &amp; Co.KG</p>
<p>In eine sehr ähnliche Richtung gehen die <strong>Auktions-Angebote</strong>, die von einigen Verlagen momentan angeboten werden, bzw. in den Startlöchern stehen:</p>
<p><a href="http://www.hamburg-bietet.de/">http://www.hamburg-bietet.de/</a> Hamburger Abendblatt / Axel Springer AG<br />
<a href="http://www.welt-bietet.de/">http://www.welt-bietet.de/</a> Welt Online / Axel Springer AG<br />
<a href="http://www.sachsenbietet.de/cgi-bin/index.cgi">http://www.sachsenbietet.de/</a> Chemnitzer Verlag und Druck GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://reiseauktion.mainpost.de/cgi-bin/index.cgi">http://reiseauktion.mainpost.de/</a> Main-Post GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://auktion.tagesspiegel.de/">http://auktion.tagesspiegel.de/</a> Verlag Der Tagesspiegel GmbH<br />
<a href="http://www.das-bietet-zeitreiseauktion.de/cgi-bin/index.cgi">http://www.das-bietet-zeitreiseauktion.de/</a> ZEIT online GmbH</p>
<p>Gemein haben alle von Verlagen gestarteten Groupons, dass sie von ein und demselben technischen Anbieter betrieben werden: <a title="Banghaus bietet Croupon-Lösungen für Verlage" href="http://www.das-bietet-banghaus.de/impressum.html" target="_blank">banghaus Print-Online-Auktions GmbH</a>. Die Idee dahinter ist recht clever. Den Verlagen wird eine All-In-One Lösung geboten, die den Einstieg bzw. den Test für Groupon-, Coupon- und Auktions-Seiten als Erlösmodell einfacher machen soll. Es sind keine hohen Investitionen für Technik, Software und Design nötig und auch mit der Betreuung fallen intern keine Kosten an.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.das-bietet-banghaus.de/index.html"><img class="aligncenter size-full wp-image-1209" title="banghaus" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/banghaus.jpg" alt="" width="489" height="389" /></a></p>
<h3>Die Konzepte müssen gut integriert werden</h3>
<p>Kritisch sehe ich an der Sache, dass sich die eigentliche Anbieter, sprich die Verlagshäuser, nicht wirklich tiefgründig mit den Modellen und Konzepten dahinter auseinander setzen. <a title="Liveshopping Whitelabel Lösungen" href="http://www.internetworld.de/Heftarchiv/2008/Ausgabe-12/Wachstum-mit-Partnern" target="_blank">Einen ähnlichen Ansatz gab es vor einigen Jahren schon mit diversen Live-Shopping Whitelabel-Lösungen</a>. Ähnlich wie damals werden einige der Angebotsseiten ziemlich lieblos integriert und laufen als Stiefkind auf der X-ten Unterseite oder sind versteckt in den Shopping- oder Service-Rubriken.</p>
<p>Eine Sinnvolle Verknüpfung findet &#8211; gerade online &#8211; nicht oder nur sehr unzureichend statt. Wenn überhaupt, wird lediglich mit Bannerwerbung auf die Angebote hingewiesen. Eine redaktionelle Integration und Versuche, die Angebote und die Vorteile dahinter den Lesern näher zu bringen gibt es nur selten. Auch die meist angekündigten Werbemaßnahmen in den begleitenden Printmedien werden oft nur auf sehr niedrigem Niveau geschalten.</p>
<p>Nur mit der technischen Seite ist es aber nicht getan. Ein sauber aufgesetzter Groupon muss redaktionell begleitet werden und vom Leser als Abwechslung und Erlebnis wahrgenommen werden. Nur so wird aus dem Groupon-Angebot auch ein wirklicher Mehrwert und daraus ergibt sich die Chance auf ein tragfähiges Erlösmodell im Online-Journalismus.</p>
<p>Hier warte ich noch auf den einen oder anderen Verlag oder Lokalblog, der mit einem räumlich begrenzten Groupon aufzeigt, was und wie man mit dem Konzept etwas erreichen kann. Richtig eingebunden, ist davon sicher einiges zu erwarten.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema auf netzleser:<br />
</strong><a title="Coupons und Gutscheine als Chance für (Lokal)Zeitungen" href="http://www.netzleser.de/2010/02/17/coupons-und-gutscheine-als-chance-fur-lokalzeitungen/">Coupons und Gutscheine als Chance für (Lokal)Zeitungen<br />
</a><a title="e-commerce vs. Journalismus:  Groupon-Konzepte für Lokalzeitungen " href="www.netzleser.de/2010/01/17/e-commerce-und-journalismus-passt-das-zusammen/">e-commerce vs. Journalismus: Groupon-Konzepte für Lokalzeitungen<br />
</a><a title="WESTDEAL: Groupon hyped das lokale Netz" href="www.netzleser.de/2010/03/10/westdeal-groupon-hyped-das-lokale-netz/">WESTDEAL: Groupon hyped das lokale Netz</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>lokalnews.de unter der Lupe: Features, Vermarktungs- und Community-Ansätze</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/05/23/lokalnews-de-unter-der-lupe-features-vermarktungs-und-community-ansatze/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 18:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Communities]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalzeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Lokalnews macht viele Sachen richtig gut. Auf der technischen und konzeptionellen Seite sind dort einige Features und Community-Ansätze integriert, die sehr interessant sind. Viel davon sind wohl erstmal Tests. Aber das ist es auch, was die Branche braucht: Mut zu Neuem und einfach mal ausprobieren und machen. Vielleicht entsteht mit lokalnews endlich ein Nachrichtenangebot, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://www.lokalnews.de" target="_blank">Lokalnews</a> macht viele Sachen richtig gut. Auf der technischen und konzeptionellen Seite sind dort einige Features und Community-Ansätze integriert, die sehr interessant sind. Viel davon sind wohl erstmal Tests. Aber das ist es auch, was die Branche braucht: Mut zu Neuem und einfach mal ausprobieren und machen. Vielleicht entsteht mit lokalnews endlich ein Nachrichtenangebot, <a href="http://www.netzleser.de/2011/03/26/online-zeitungen-als-marktplatz-fur-den-einzelhandel/">das sich auch als Technologianbieter versteht</a>. Die interessantesten Punkt habe ich mir rausgepickt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Community:</span></h2>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Rangliste.jpg"><img class="size-medium wp-image-927 aligncenter" title="Rangliste" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Rangliste.jpg" alt="" width="355" height="465" /></a>Für registrierte Mitglieder gibt es die Möglichkeit, selbst Artikel zu schreiben. Für jeden Artikel, jeden Kommentar, Bilderuploads, usw. bekommt man Punkte. Innerhalb der Community steigt man so die journalistische Laufbahn aufwärts und erhält Statistiken über die eigenen Artikel, Leseraten und vieles mehr.</p>
<p style="text-align: left;">Vom Rasenden Reporter, bis zum Chef vom Dienst oder dem Chefredakteur sind einige Stufen zu durchlaufen. Wer neue Reporter wirbt, bekommt dafür ebenfalls Punkte. Der aktivste User des Monats bekommt ein &#8220;kleines Geschenk&#8221; zugeschickt. Alles in allem gute Ideen, um <a href="http://www.netzleser.de/2011/03/26/die-andere-offentlichkeit-facebook-als-invest-in-die-zukunft/">mit Journalismus und Nachrichten eine aktive Community zu bilden</a> und ein guter Schritt, Leser an sich zu binden oder die <a href="http://www.netzleser.de/2011/04/27/social-commerce-und-zeitungsangebote-warum-sie-sich-damit-schwer-tun/">Community anderweitig zu kapitalisieren</a>.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Vermarktung:</span></h2>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Kiosk.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-932" title="Kiosk" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Kiosk.jpg" alt="" width="350" height="550" /></a>Sehr gut gefällt mir auch der &#8220;Zeitungskiosk&#8221;: Hier können Leser Ihre eigene &#8220;Zeitung&#8221; zusammenstellen und für andere sichtbar machen &#8211; mehr oder weniger ein eigener Nachrichten-Blog auf lokalnews.de. Bisher sind dort zwar hauptsächlich PR-Getrieben Angebote gelistet aber das ist auch der interessanteste Ansatz daran: Kanäle an Unternehmen, Organisationen usw. anbieten, die von ihnen selbst gepflegt werden &#8211; mit der Möglichkeit direkt darauf zu verlinken und die Angebote direkt in eine lokale Community zu integrieren.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Features:</span></h2>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/blitzer1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-940" title="blitzer" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/blitzer1.jpg" alt="" width="350" height="278" /></a><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Karte1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-941" title="Karte" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Karte1.jpg" alt="" width="350" height="288" /></a>Bei den Features gibt man bei lokalnews auch ziemlich Gas: So gibt es Kartenansichten, um verschiedene Rubriken und deren Artikel anzuzeigen oder Karten mit den aktuellsten Blitzerstandorten. Die Karten sind in Zukunft eine sehr gute Methode, um auf Händler, Veranstaltungen, Angebote, Schnäppchen usw. hinzuweisen und diese sofort mit dem Smartphone zu lokalisieren.<br />
Auch sonst ist lokalnews von der Technik wirklich gut: Artikel können nach Belieben sortiert werden, Leser können sich Themenfavoriten zusammenstellen oder einzelne Redakteure abonnieren. Es werden Statistiken angezeigt, Sortierung nach Facebook-Likes und so weiter.</p>
<p style="text-align: left;">&#8212;&#8212;</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Schön, bei lokalnews.de zu beobachten, wie ein Nachrichtenangeobt aussieht und sich entwickelt, wenn man einen Nichtjournalisten aber dafür <a href="http://www.bwmedien.biz/unternehmen-internetentwicklung.php">Online- und Community-Erfahrenen 28-Jährigen</a> an das Thema lässt. Die Schwerpunkte sind andere, die Umsetzung ist anders, die gebotenen technischen Möglichkeiten sind andere. Darin liegt ein riesen Chance: Sich zum Start garnicht so sehr auf den journalistischen Anspruch als USP versteifen, sondern erstmal testen und neue Wege beschreiten. </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Mal schauen, was daraus wird.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>lokalnews.de: verlagsfinanzierter Lokalblog &#8211; Gründer Daniel Wildfeuer im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 14:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Wildfeuer]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblog]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[lokalnews.de]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[lokalnews.de war vor einiger Zeit der Buhmann in der (Hyper)Lokalblog-Szene und wurde von einigen als Tarnkappenbomber gegen die freie Presse betittelt. Der Grund war ganz einfach: Die in Passau ansässige lokalnews GmbH ist eine Mehrheitsbeteiligung des Wochenblatt Verlages aus Landshut. An dem wiederum ist die Verlegerfamilie Diekmann, der Passauer Monopolist Verlagsgruppe Passau, beteiligt. Eine journalistische Unabhängigkeit ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://www.lokalnews.de"><img class="size-full wp-image-864 alignleft" title="lokalnews" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/lokalnews.jpg" alt="" width="537" height="474" /></a></p>
<p><a href="http://www.lokalnews.de" target="_blank">lokalnews.de</a> war vor einiger Zeit der Buhmann in der (Hyper)Lokalblog-Szene und wurde von einigen als <a href="http://www.buergerblick.de/index.php?AID=0000026200" target="_blank">Tarnkappenbomber gegen die freie Presse</a> betittelt. Der Grund war ganz einfach: Die in Passau ansässige lokalnews GmbH ist eine Mehrheitsbeteiligung des <a href="http://www.wochenblatt.de/" target="_blank">Wochenblatt Verlages aus Landshut</a>. An dem wiederum ist die Verlegerfamilie Diekmann, der <a href="http://www.vgp.de/" target="_blank">Passauer Monopolist Verlagsgruppe Passau</a>, beteiligt. Eine journalistische Unabhängigkeit ist da für einige von vornherein ausgeschlossen. Unabhängig von Verquickungen und Verschwörungen ist lokalnews aber eines der am weitest entwickelten deutschen Lokalblogs, von dem man einiges lernen kann. Dazu werde ich in den nächsten Tagen einen gesonderten Artikel schreiben.</p>
<p>Ich habe dem 28-jährigen Gründer, Daniel Wildfeuer, einige Fragen zu lokalnews gestellt. Inzwischen sind in der Redaktion zwei Festangestellte Redakteurinnen und eine studentische Aushilfskraft angestellt. Daniel Wildfeuer hat vor lokalnews mit einem Partner <a href="http://www.bsmparty.de" target="_blank">www.bsmparty.de</a> aufgebaut. Mit rund 110.000 registrierten Mitgliedern eine der größten Online-Communities in Süd-Ost-Bayern. Er kommt also nicht aus dem Journalismus, sondern ist ein ganz klassischer Onliner.</p>
<blockquote><p><img class="size-medium wp-image-869 alignleft" title="Daniel_lokalnews" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Daniel_lokalnews-199x300.jpg" alt="Daniel Wildfeuer" width="83" height="126" /><strong>Hi Daniel, lokalnews.de gibt es inzwischen seit fast drei Monaten. Dass es sich bei lokalnews um ein (relativ gut getarntes) Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Passau handelt, ist inzwischen bekannt. Kannst Du kurz erklären, um was für eine Art von Beteiligung/ Kooperation es sich dabei handelt?</strong><br />
Vorab möchte ich klarstellen, dass wir kein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Passau sind. An lokalnews.de ist der Wochenblatt Verlag aus Landshut beteiligt, neben der Verlagsgruppe Passau ist die Verlegerfamilie Diekmann auch am Wochenblatt Verlag beteiligt. Das ist die einzige Verbindung zwischen uns und der Verlagsgruppe.</p>
<p><strong>Wie kam es zu der Beteiligung. War das von Start weg so geplant?</strong><br />
Nein, im Zuge der Planungen für das Projekt wurde die Notwendigkeit einer Anschubfinanzierung immer deutlicher. Mein Ziel war ein umfangreiches lokales Nachrichtenangebot zu schaffen und da ich selbst redaktionell keine Erfahrungen habe, musste man mit hohen Personalkosten kalkulieren. Ich habe daraufhin Gespräche mit verschiedenen Verlagen geführt und bin schlußendlich beim Wochenblatt Verlag in Landshut gelandet. Diese fanden die Idee sehr spannend und konnten mir die inhaltliche Unabhängigkeit vertraglich zusichern.<br />
Die Brisanz dieser Beteiligung habe ich selbst jedoch total unterschätzt. Für mich war wichtig die Finanzierung gesichert zu haben und endlich nach monatelangen Planungen loslegen zu können. Es war nicht meine Absicht jemanden bewusst zu täuschen.  Ich möchte mit einem eigenen Produkt überzeugen und nicht ständig als Tochter/Produkt/Ableger eines Verlages angesehen werden. Daher ist die Beteiligung zwar öffentlich im Handelsregister einsehbar, aber ich nagle mir jetzt kein Schild auf die Stirn, dass der Wochenblatt Verlag an lokalnews.de beteiligt ist.<br />
Die Reaktionen unserer Leser zeigen, dass Ihnen die finanziellen Hintergründe schlichtweg egal sind, sie wollen guten Lokaljournalismus lesen und diesen wollen wir bieten.</p>
<p><strong>Jetzt haben wir das mit der Beteiligung und den Hintergründen also geklärt. Trotzdem drängt sich eine Frage förmlich auf: Kannst Du wirklich unabhängig berichten &#8211; ohne dass Dir jemand &#8220;von denen&#8221; reinredet?</strong><br />
Wir agieren komplett eigenständig. Wir haben ein eigenes Büro, eigene Mitarbeiter, nutzen eigene Informationspool und tauschen auch keine Inhalte aus.<br />
Wir können zu 100% unabhängig berichten. Ein aktuelles Beispiel: Bei der pnp.druck GmbH (die Drucktochter der Verlagsgruppe Passau) wurde letzte Woche gestreikt. Die Verlagsgruppe Passau (Passauer Neue Presse, Am Sonntag) als auch der Wochenblatt Verlag (Passauer Woche) hat darüber nicht berichtet. Das Lokalradio UnserRadio wurde offensichtlich sogar &#8220;zurückgepfiffen&#8221;. lokalnews.de hat sehr umfangreich darüber berichtet:<a href="http://www.lokalnews.de/passau/stadt-passau/wirtschaft/962.die-haerteste-tarifrunde-der-geschichte.html" target="_blank">http://www.lokalnews.de/passau/stadt-passau/wirtschaft/962.die-haerteste-tarifrunde-der-geschichte.html</a><br />
Diese Unabhängigkeit war mir extrem wichtig da ich ein unabhängiges und objektives Nachrichtenangebot schaffen wollte. Und nach drei Monaten kann ich sagen, dass uns das sehr gut gelungen ist.</p>
<p><strong>Bisher finde ich nur TKP-basierende Bannerwerbung auf der Seite. Damit ein ausreichendes Auskommen zu erzielen, dürfte im Lokalen unmöglich sein. In den Mediadaten werden nur zwei Werbeplätze angeboten. Zu recht moderaten Preisen. Wie hast Du vor lokalnews zu finanzieren?</strong><br />
Mit der Vermarktung der Plattform haben wir Anfang Mai begonnen. Seit rund einer Woche werden wir überregional von der OMS (<a href="http://www.oms.eu/" target="_blank">www.oms.eu</a>) vermarktet. Die aktive regionale Vermarktung läuft dann in den nächsten Wochen an. Wir werden hier die Werbeflächen noch einmal neu ausrichten, da der Wallpaper, Skyscraper und Rectangle in Zukunft nur überregional vermarktet wird.<br />
Ich bin jedoch überzeugt, dass man eine lokales Nachrichtenangebot im Jahr 2011 noch nicht komplett finanzieren kann. Das war auch ein Punkt wieso eine Anschubfinanzierung unablässig war. Aber hyperlokale Angebote werden in den nächsten Monaten immer mehr im Mainstream ankommen, die Nutzungszahlen werden steigen und somit auch die Umsätze.</p>
<p><strong>Wie siehst Du die Chancen neue Erlösmodelle zu finden. Bei der Tegernseer Stimme wird im Juni beispielsweise ein Internet-Workshop für Händler und Gastronomen angeboten. Einige Lokalblogs versuchen sich zur Zeit im klassischen Printbusiness oder verdienen Ihr Geld mit Beratungsleistungen. Testet Ihr bewusst neue Erlösquellen?</strong><br />
Wir sind aktuell in den Planungen für einen regionalen Anzeigenmarkt. Weiterhin planen wir für Anfang/Mitte Juni eine Printausgabe, jedoch nur zum Werbungszweck. Geld werden wir damit keines verdienen. Wir wollen nur unser Angebot bekannter machen.</p>
<p><strong>Mir drängte sich bei dem doch sehr professionellen Auftritt von lokalnews.de von Start weg der Eindruck auf, dass der ganze Aufwand nicht nur für eine Webseite betrieben wurde. Gibt es für lokalnews Expansionspläne?</strong><br />
Ich bin selbst Programmierer, daher wurde der Auftritt, die Schnittstellen und auch die Social Angebote komplett eigenständig umgesetzt. Im System ist die Möglichkeit einer Expansion bereits integriert, wir müssen nur einen Schalter umlegen und schon kann das System weitere Regionen bedienen. Wann und wie das jedoch der Fall ist, werden die nächsten Monate zeigen. Wir wollen erstmal für Passau eine ordentliche Leistung abliefern und dann unsere Reichweite schrittweise erhöhen.</p>
<p><strong>Das Thema Lokalblogs bekommt auch in Deutschland langsam aber sicher die Aufmerksamkeit, die es verdient. Bei lokalnews ist jetzt auch der erste Verlag als Investor mit aufgesprungen. Was denkst Du wohin die Reise geht? Werden Lokalblogs die neue Tageszeitung?</strong><br />
Das werden Sie nur, wenn Sie wirklich ein ernstzunehmendes und umfassendes Angebot schaffen. Viele Lokalblogs machen sehr guten Journalismus aber werden aktuell nur als Ergänzung zu den bestehenden lokalen Nachrichtenangeboten gesehen. Als Leser will ich nicht nur guten, kritischen Journalismus sondern auch beispielweise über Veranstaltungen, Polizeimeldungen und Verkehrswarnungen informiert werden. Und das tagesaktuell. In diese Richtung wird sich noch viel tun, auch bei den Verlagen bin ich gespannt wer sich noch auf solche &#8220;Experimente&#8221; einlässt. Ich hätte selber als ich mich auf der Suche nach einem Investor gemacht habe nie gedacht, dass ein Verlag sich auf dieses &#8220;Abenteuer&#8221; einlässt.</p></blockquote>
<p><strong>Lokalblog, lokale Onlineangebote, hyperlokale Nachrichtenseiten</strong> &#8211; egal welche Bezeichnung sich für das Thema in Zukunft durchsetzen wird. Ein Thema für Verleger wird es auf jeden Fall werden. Bei der Vermarktung und im Vertrieb sind die Schnittmengen offensichtlich. Und wenn Verlage clever sind, werden sie auch verstehen, dass ein &#8220;Reinpfuschen&#8221; in die journalistische Unabhängigkeit und die Art und Weise der Berichterstattung an der Stelle nichts bringt. Damit zerstört man den Grundpfeiler des Geschäftsmodells.</p>
<p>Als Investment, wie das bei lokalnews allem Anschein nach der Fall zu sein scheint, werden es aber bestimmt noch einige andere erkennen. Media Markt und Saturn gehören auch beide zu Metro. Und mit redcoon gibt&#8217;s das Ganze <a href="http://www.excitingcommerce.de/2011/03/media-saturn-redcoon.html" target="_blank">online nochmal in grün</a>.</p>
<p>Biete den Lesern was sie wollen &#8211; wo sie es wollen. Wenn investigativer Lokaljournalismus zum Geschäftsmodell gehört &#8211; um so besser.</p>
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		<title>Hardy Prothmann vom Heddesheimblog im Interview: &#8220;Ich habe mehrere Erlösquellen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 21:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hardy Prothmann]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[istlokal.de]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblog]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Hardy Prothmann ist so etwas, wie die fremdernannte Leitfigur des Onlinelokaljournalismus. Einige Medienberichte sehen in ihm fast schon den Mesias für die Zukunft des Lokalen im Internet. Der Mesias ist er sicher nicht aber er macht seine Sache in meinen Augen ziemlich gut. 2009 Gestartet mit dem Heddesheimblog, betreibt Hardy inzwischen fünf Lokalblogs: www.heddesheimblog.de, www.ladenburgblog.de, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_813" class="wp-caption alignleft" style="width: 134px">
	<a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Prothmann2-224x300.jpg.scaled500.jpg"><img class="size-full wp-image-813 " title="Prothmann2-224x300.jpg.scaled500" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Prothmann2-224x300.jpg.scaled500.jpg" alt="" width="134" height="180" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Quelle: www.pushthebutton.de</p>
</div>
<p><a href="http://www.pushthebutton.de/uber/">Hardy Prothmann</a> ist so etwas, wie die fremdernannte Leitfigur des Onlinelokaljournalismus. Einige Medienberichte sehen in ihm fast schon den Mesias für die Zukunft des Lokalen im Internet. Der Mesias ist er sicher nicht aber er macht seine Sache in meinen Augen ziemlich gut. 2009 Gestartet mit dem Heddesheimblog, betreibt Hardy inzwischen fünf Lokalblogs: <a href="http://www.heddesheimblog.de" target="_blank">www.heddesheimblog.de</a>, <a href="http://www.ladenburgblog.de" target="_blank">www.ladenburgblog.de</a>, <a href="http://www.hirschbergblog.de" target="_blank">www.hirschbergblog.de</a>, <a href="http://www.weinheimblog.de" target="_blank">www.weinheimblog.de</a> und <a href="http://www.rheinneckarblog.de" target="_blank">www.rheinneckarblog.de</a>.</p>
<p>Ich habe ihm am Wochenende einige Fragen per Mail gestellt, die er nach rekordverdächtigen 32 Minuten beantwortet hat. <img src='http://www.netzleser.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p><strong>Hallo Hardy, Du machst schon lange Lokaljournalismus. Im Gegensatz zur Lokalzeitung bist Du auf Deinen Blogs sehr direkt und Meinungsstark. Wahrscheinlich mehr, als Du es im &#8220;klassischen Journalismus&#8221; sein durftest. Viele Leser danken es Dir. Manche sind etwas verstört. Unterscheidet sich Onlinelokaljournalismus für Dich von Printlokaljournalismus?</strong><br />
Das ist nicht ganz richtig. Ich habe 1991-1994 im Lokalen angefangen. Danach habe ich bis Mai 2009 fast ausschließlich überregional oder für Fachmedien gearbeitet und mit dem Start vom heddesheimblog dann wieder lokal. Meinungsstücke sind bei den &#8220;klassischen&#8221; Medien fast ausschließlich den Redaktionen und dort fast ausschließlich den Chefs vorbehalten. Und deren für-und-wider-Soße ist überwiegend nur langweilig. Oder klare Lobbyistenmeinung. Deutliche Kommentare, die einzelne Personen oder Gruppen thematisieren, fehlen im Lokalen. Man will es sich vor Ort mit den Leuten, die man ständig trifft, nicht verscherzen. Es fehlt an Mut, Haltung und Position in den meisten Redaktionen.</p>
<p><strong>Bei all der journalistischen Schärfe auf deinen Blogs: hast Du deswegen manchmal Probleme bei der Anzeigenakquise? Sind Dir schon Kunden abgesprungen, nach dem Motto &#8220;der Prothmann, der blöde Sack &#8211; da werbe ich nicht&#8221;?</strong><br />
So direkt habe ich das noch nicht gehört. Vermutlich gibt es Leute, die so denken, das ist dann halt so. Schlimm ist, dass in Heddesheim Gewerbetreibende gerne werben wollen, es aus Angst vor Nachteilen aber nicht tun. Die sagen mir hinter vorgehaltener Hand: &#8220;Super Job, alles richtig, wie Sie das schreiben, aber ich will dann und dann was bauen und kann mir keinen Ärger leisten. Oder: Wenn ich bei Ihnen werbe, verliere ich die und die Kunden, die haben das schon angekündigt. Der Mob hat also seine Arbeit &#8220;gut&#8221; gemacht.</p>
<p><strong>Die Tegernseer Stimme, die Prenzlauer Berg Nachrichten und regensburg-digital.de haben in letzter Zeit alle den Schritt in den klassischen Printbereich gewagt. Teils dauerhaft, teils als (vorerst) einmaliger Versuch. Ist das für Dich auch ein Thema oder eher ein ausgestorbenes Geschäftsmodell?</strong><br />
Anfangs habe ich sehr radikal die entweder-oder-Position vertreten und Print kam für mich nicht in Betracht. Mittlerweile denke ich, dass ich falsch gedacht habe. Es geht um Journalismus. Internet, Zeitung, Radio, Fernsehen sind nur Trägermedien. Allerdings lassen sich Printmedien im Lokalen offensichtlich noch sehr gut vermarkten, also überlege auch ich eine Zeitschrift herauszubringen.</p>
<p><strong>Du wetterst gerne gegen Verlage. Inzwischen betreibst Du selbst fünf Blogs in Deinem Umkreis. Ab wann wird man eigentlich zum &#8220;Online-Verleger&#8221; und wie muss das aussehen, um nicht in die gleiche Schiene zu rutschen, wie die &#8220;alten Verlage&#8221;?</strong><br />
Das ist keine Frage der Größe des Angebots, sondern ausschließlich eine der Haltung. Die meisten Journalisten können doch nicht mehr in den Spiegel schauen. Wenn doch, sehen sie Verlautbarungsschreiber, Terminabhaker, Pressemitteilungsverteiler oder schwurbelnde Bratwursttexter. Dahinter stehen Verlage, die sich von Anzeigenkunden diktieren lassen, was die Themen sind. Schönes Beispiel ist mal wieder der Mannheimer Morgen: In Heddesheim will Edeka sich mit einem Logistiklager vergrößern. Die Berichterstattung im MM war, naja, &#8220;freundlich&#8221;. Recherche: Null. Ein paar Tage später hat Edeka eine ganzseitige Anzeigen geschaltet. Daraus kann jeder schließen, was er will.</p>
<p><strong>Die Frage der Fragen: kannst Du von Deinen Blogs leben?</strong><br />
Von den Anzeigen alleine noch nicht. Ich habe mehrere Erlösquellen: Anzeigen, Beratungen, Schulungen und Vorträge. Es ist knapp, aber wird kontinuierlich besser. Ich bin überzeugt davon, dass der lokale Anzeigenmarkt sich entwickeln wird. Bislang haben die Zeitungsverlage aber alles unternommen, um diesen nicht zu entwickeln oder sogar zu beschädigen. Die Angst der Abwanderung von Printanzeigen nach online ist enorm groß.</p>
<p><strong>Du bist zum Vorstand von istlokal.de gewählt worden. Was versprichst Du Dir von dem Zusammenschluss vieler Lokalblogs?</strong><br />
Informationen und solidarisches Miteinander. Bislang hat jeder vor Ort seine Erfahrungen selbst gemacht. Die Mitglieder können sich nun austauschen und von den Erfahrungen der anderen profitieren. Auch Anfänger können sich einbringen, in dem sie Fragen stellen. Die &#8220;erfahrenen&#8221; müssen dann antworten und dabei überprüfen, ob die Antwort wirklich richtig ist, wo noch Stücke im Antwortkuchen fehlen, was die Sahne obendrauf wäre und die Kirsche.<br />
Es war viel Arbeit, diesen Verein zu gründen und wird weitere Anstrengungen brauchen, ihn voranzubringen Aber ich habe schon viel Nutzen daraus gezogen, sei es durch Artikeltausch, technische Tipps oder die Reflexion im Austausch mit Kollegen über die eigene Arbeit.</p></blockquote>
<p>Wer noch mehr über den Heddesheimblog wissen möchte, kann sich noch das Interview anschauen, das Hardy Prothman letztes Jahr bei <a href="http://www.dctp.tv/">dctp.tv</a> gegeben hat. Geht knapp 38 Minuten, wird aber nicht wirklich langweilig:</p>
<p><iframe width="500" scrolling="no" height="340" frameborder="0" src="http://www.dctp.tv/embed/7278b074cc174b22b8210fb258fa339d/" name="dctp-teaser" marginwidth="0" marginheight="0"><br /></iframe></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lokalblogs als Printausgabe: lohnt sich das?Peter von der Tegernseer Stimme im Interview</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/05/13/lokalblogs-als-printausgabe-lohnt-sich-daspeter-von-der-tegernseer-stimme-im-interview/</link>
		<comments>http://www.netzleser.de/2011/05/13/lokalblogs-als-printausgabe-lohnt-sich-daspeter-von-der-tegernseer-stimme-im-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 May 2011 18:25:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[istlokal.de]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblog]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Print]]></category>
		<category><![CDATA[Tegernseer Stimme]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tegernseer Stimme hat in diesem Monat bereits zum zweiten Mal ein gedrucktes Magazin rausgebracht. Das Magazin wird kostenlos in einer Auflage von 16.000 Stück an die Haushalte im Tegernseer Tal und an Verteilstellen (Rathäuser, Tankstellen, Einzelhandel, &#8230;) ausgegeben (Das Magazin gibt es hier als PDF). Der Lokalblog regensburg-digital.de von Stefan Aigner, hat erst vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p style="text-align: center;"><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/cover_groß-590x810.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-788" title="cover_groß-590x810" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/cover_groß-590x810.jpg" alt="" width="472" height="648" /></a></p>
<p>Die Tegernseer Stimme hat in diesem Monat bereits <a href="http://tegernseerstimme.de/in-eigener-sache-zweite-ausgabe-des-tegernseer-stimme-magazins-erschienen/21417.html" target="_blank">zum zweiten Mal ein gedrucktes Magazin rausgebracht</a>. Das Magazin wird kostenlos in einer Auflage von 16.000 Stück an die Haushalte im Tegernseer Tal und an Verteilstellen (Rathäuser, Tankstellen, Einzelhandel, &#8230;) ausgegeben (<a href="http://tegernseerstimme.de/wp-content/uploads/2011/05/Teg_Stimme.pdf" target="_blank">Das Magazin gibt es hier als PDF</a>).</p>
<p>Der Lokalblog <a href="http://www.regensburg-digital.de/" target="_blank">regensburg-digital.de</a> von Stefan Aigner, hat erst vor einigen Tagen zum <a href="http://www.regensburg-digital.de/" target="_blank">dreijährigen Jubiläum</a> eine kleine Printausgabe rausgegeben (<a href="http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2010/04/maiausgabe_2011-A4_Layout-1-1.pdf" target="_blank">PDF-Download</a>). Und auch aus der Hauptstadt gibt es die erste Lokalblog-Zeitung. Die <a href="http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/" target="_blank">Prenzlauer Berg Nachrichten</a>, von Philipp Schwörbel, hatten vor wenigen Tagen ihr 35.000 Stück starkes <a href="http://www.facebook.com/photo.php?fbid=146011545469405&amp;set=a.108754209195139.10183.108649415872285&amp;type=1&amp;theater" target="_blank">gedrucktes Debüt</a> (produziert übrigens auf den Druckmaschinen eines großen Berliner Verlages). Bisher war das eine einmalige Sache aber Philipp schien nicht abgeneigt, das noch öfter zu machen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ein Thema, das immer mehr (hyper)lokale Blogger umtreibt: </strong><br />
<strong>Lohnt der Einstieg in das klassische Printbusiness?</strong></p>
<p>Ich habe Peter Posztos von der Tegernseer Stimme ein paar Fragen zu dem Thema gestellt. Ich kenne Peter schon lange und bin Mitgründer der Tegernseer Stimme. Nur, damit es da keine Missverständnisse gibt. Ich kann mich aber schlecht selbst befragen und außerdem ist Peter der Macher vor Ort <img src='http://www.netzleser.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote>
<div>
<p><strong>Hi Peter, was hat Dich dazu bewegt, als ursprünglich reines Onlineangebot, eine Printausgabe anzubieten?<br />
</strong>Das ist eigentlich ganz einfach: Wir wollten Werbung für uns selbst machen und sehen dafür ein Magazin als am geeignetsten an. Wir machen Journalismus und den können wir nur mit Journalismus bewerben. Ein einfacher Flyer würde da nicht funktionieren und Anzeigen in den bestehenden Medien sind erstens zu teuer und zweitens aufgrund der Konkurrenzsituation auch unrealistisch. Außerdem finden wir über den klassischen Print den leichteren Zugang zu Werbekunden.</p>
<p><strong>Wie läuft das finanziell? Zahlst Du für das Magazin drauf oder rechnet sich das?<br />
</strong>Draufzahlen tun wir nicht. Rechnen tut es sich aber auch noch nicht. Das ist zur Zeit noch ein ziemliches Nullsummenspiel. Die Kosten, die durch das Magazin entstehen sind gedeckt: Druckkosten, Vertriebskosten, Kosten für freie Mitarbeiter, Grafik und Satz. Wenn ich meine eigene Zeit mit einrechne, bleibt aber nichts übrig. Die Akquise von Anzeigenkunde ist ein hartes Geschäft. Im Gegenzug erreichen wir aber eine viel größere Relevanz in unserem Einzugsgebiet.</p>
<p><strong>Bei Euch im Tegernseer Tal ist auch der Münchner Merkur mit der Tegernseer Zeitung vertreten. Wie ist da das Verhältnis? Nehmen die die Tegernseer Stimme überhaupt wahr oder seid ihr da noch unter deren Radar?<br />
</strong>Wahrnehmen tun die uns auf jeden Fall. Über uns schreiben natürlich nicht. Das Konkurrenzdenken ist dort leider sehr ausgeprägt, vor allem seit wir sie mit der Druckausgabe in ihrem Kernbusiness treffen. Das Problem ist eher das Gerede im Tal. Einige Leute mit Einfluss nutzen diesen, um uns profilaktisch schlecht zu reden. Vor allem gegenüber potentieller Anzeigenkunden.</p>
</div>
<div><strong>Die Tegernseer Stimme hat inzwischen rund 1.500 Fans auf Facebook. Das ist ein drittel mehr als vom Münchner Merkur für ganz Oberbayern. Wie wichtig ist die Präsenz dort?<br />
</strong>Ich denke die reine Zahl sagt wenig aus. Es geht in erster Linie darum, den Lesern die Nachrichten dort anzubieten, wo sie sie haben wollen. Bei manchen ist das Facebook, bei anderen die klassische Printausgabe, die Webseite oder der Newsletter. Die Relevanz ist entscheidend.<br />
Im Schnitt macht Facebook bei uns allerdings rund ein Drittel der Zugriffe auf die Webseite aus. Wenn es wirklich heiße Themen gibt, kann das auch schnell deutlich mehr werden. Vor einigen Tagen wurde beispielsweise ein Alkoholverbot an einem Teil des Seeufers beschlossen. Das ist auf Facebook ziemlich hochgekocht und hat uns in kurzer Zeit gut 1.000 Zugriffe nur auf den einen Artikel gebracht. Dazu noch über 40 Kommentare auf der Webseite. Die Geschwindigkeit der Verbreitung ist manchmal wirklich beeindruckend.</div>
</blockquote>
<blockquote>
<div>
<div><strong>Noch was anderes: Die Tegernseer Stimme ist auch Mitglied im Netzwerk <a href="http://istlokal.de/" target="_blank">istlokal.de</a>. Was versprichst Du Dir von dem Zusammenschluss vieler Lokalblogs?<br />
</strong>In erster Linie wollen wir Interessierten den Zugang zum Onlinelokaljournalismus erleichtern. Wir planen beispielsweise ein eigenes Lokaltheme aufzusetzen, das den Anforderungen an lokale Berichterstattung gerecht wird. So soll die Einstiegshürde genommen werden. Außerdem ist da natürlich die Chance auf eine nationale Vermarktung. Wir können geballter am Markt auftreten und auch größere Werbekunden ansprechen oder z.B. Roadshows in den einzelnen Gebieten durchführen. Bei all den Vermarktungsthemen geht es aber darum, den Onlinelokaljournalisten die Chance auf ein Auskommen und finanzielle Unabhängigkeit mit tiefgründiger Berichterstattung zu bieten.</div>
</div>
</blockquote>
<div>Ein einfaches Business sind die Druckausgaben sicher nicht. Aber es geht und man erreicht damit auch für die Onlineausgaben eine höhere Relevanz und Glaubwürdigkeit. Außerdem haben wir bei der Tegernseer Stimme die Erfahrungen gemacht, dass es manchmal leichter ist einem Werbekunden eine Kombination aus Print- und Onlineanzeige zu verkaufen, als nur die reine Onlineanzeige. Scheinbar müssen einige doch noch etwas Papier in Händen haben, um sich einen Mehrwert vorstellen zu können.&nbsp;</p>
</div>
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		<title>In eigener Sache: istlokal.de gegründet &#8211; Förderung des unabhängigen Online-Lokaljournalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 15:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperlocal]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblog]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalzeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kurze Meldung in eigener Sache: Ich war letzten Samstag in Nürnberg und habe gemeinsam mit anderen Bloggern, Online-Lokaljournalisten, Hyperlocal-Bloggern, Lokalblog-Betreibern, &#8230; &#8211; wie auch immer man sie nennen mag &#8211; den Verein istlokal.de gegründet. Unter dem gemeinsamen Dach soll in Zukunft allen Lokalbloggern die Möglichkeit geboten werden sich zu organisieren, Erfahrungen auszutauschen und sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Eine kurze Meldung in eigener Sache: Ich war letzten Samstag in Nürnberg und habe gemeinsam mit anderen Bloggern, Online-Lokaljournalisten, Hyperlocal-Bloggern, Lokalblog-Betreibern, &#8230; &#8211; wie auch immer man sie nennen mag &#8211; den Verein <a href="http://www.istlokal.de" target="_blank">istlokal.de</a> gegründet.</p>
<p><a href="http://www.istlokal.de"><img class="aligncenter" src="http://istlokal.de/wp-content/uploads/2011/02/istlokal.de_Logo_300x116px.png" alt="" width="300" height="116" /></a></p>
<p>Unter dem gemeinsamen Dach soll in Zukunft allen Lokalbloggern die Möglichkeit geboten werden sich zu organisieren, Erfahrungen auszutauschen und sich gemeinsam national zu Vermarkten.</p>
<p>Hardy Prothmann vom <a href="http://www.heddesheimblog.de">Heddesheimblog</a> ist zum 1. Vorsitzenden gewählt worden und hat auch gleich eine <a href="http://istlokal.de/blog/2011/05/10/pm-istlokal-de-gegrundet/" target="_blank">Pressemeldung zu istlokal.de</a> veröffentlicht:</p>
<blockquote>
<h3>Ziel: Förderung des unabhängigen Online-Lokaljournalismus</h3>
<p>Zur konstituierenden Sitzung der Vereinsgründung istlokal.de fanden sich am 07. Mai 2011 insgesamt 21 BetreiberInnen von lokaljournalistischen Angeboten in Nürnberg ein.</p>
<p>Die TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland tagten von 11 Uhr bis 19 Uhr. Auf der Tagesordnung standen die Wahl zwischen einer Vereins- oder Genossenschaftsgründung, sowie die inhaltlichen Ziele der Vereinigung und Aufgabenformulierungen für die künftige Arbeit.</p>
<p>Die Mitglieder einigten sich auf die Gründung eines Vereins istlokal.de. Ziel ist die Förderung des Lokaljournalismus. Auf diesem Weg sollen Alternativen zu den traditionellen Lokalmedien vorangetrieben und gefördert werden, um die Medienlandschaft in Deutschland zu bereichern.<br />
Als Sitz des Vereins einigte man sich auf Berlin. Angestrebt sind weitere Dependenzen in den einzelnen Bundesländern.</p>
<p>Mit istlokal.de entsteht ein Verband für unabhängige journalistische Angebote im Internet. Mitglieder können Betreiber lokal- und regionaljournalistischer Angebote werden, die entweder ein publizistisches Internetangebot betreiben oder betreiben wollen. Daneben können auch weitere publizistische Angebote wie Zeitschriften, Zeitungen oder Radio- und Fernsehdienste angeboten werden.</p>
<p>Diese Angebote müssen demokratische und rechtsstaatliche Ziele verfolgen. Angebote, die in welcher Form auch immer abhängig von traditionellen Medienhäusern sind, können nicht Mitglied werden.</p>
<p>Auf Vorschlag der Gründungsmitglieder wurden Hardy Prothmann als 1. Vorsitzender sowie Stefan Aigner als 2. Vorsitzender vorgeschlagen. Die Wahl erfolgte einstimmig.<br />
Ka-Jo Schäfer wurde als Kassenwart vorgeschlagen. Die Wahl erfolgte einstimmig.<br />
Als Beisitzer wurden Christoph von Gallera vorgeschlagen, der 13 Stimmen erhalten hat sowie Oliver Sigrist, der 19 Stimmen erhalten hat.</p>
<p>In der nächsten Zeit wird die Satzung des Vereins erarbeitet. Einigkeit bestand darüber, dass der Verein künftig drei Arten von Mitgliedschaften anbietet: Fördermitglieder, nicht-kommerzielle Mitglieder und kommerzielle Mitglieder.</p>
<p>Die Gründungsmitglieder vor Ort waren:</p>
<p><strong>Aigner</strong>, Stefan, <strong>Althaus</strong>, Peter, <strong>Baß</strong>, Alexander, <strong>Feldkeller</strong>, Klaus, <strong>Gallera von</strong>Christoph, <strong>Greschner</strong>, Steffen, <strong>Hornstein</strong>, Christofer, <strong>Hümmler</strong>, Thomas, <strong>Knoke</strong>, Marlies, <strong>Levermann</strong>, Jörg, <strong>Posztos</strong>, Peter, <strong>Prothmann</strong>, Hardy, <strong>Schäfer</strong>, Ka-Jo,<strong>Semmler</strong>, Martin, <strong>Schwörbel</strong>, Philipp, <strong>Sigrist</strong>, Oliver, <strong>Stascheit</strong>, Dirk, <strong>Stenzel</strong>, Ralph,<strong>Stingl</strong>, Armin, <strong>Stoffel</strong>, Carsten, <strong>Wenzl</strong>, Michael.</p>
<p>Weitere rund 20 Interessenten konnten aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Hardy Prothmann<br />
fon 06203/ 49 23 16<br />
email kontakt (at) istlokal.de</p></blockquote>
<p>Ich freu mich riesig, dass das so geklappt hat und bin gespannt, was daraus noch alles entsteht. Lokalblogs sehe ich zumindest als die große Chance auf einen &#8220;anderen&#8221; und &#8220;neuen&#8221; Journalismus, den Regionalverlage bisher nicht abdecken können oder nicht wollen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die andere Öffentlichkeit: Facebook als Invest in die Zukunft</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/03/26/die-andere-offentlichkeit-facebook-als-invest-in-die-zukunft/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 14:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Facebook-Seiten laufen bei einigen Zeitungen noch unter der Rubrik &#8220;muss man halt auch haben&#8221; &#8211; zumindest zwingt sich der Eindruck bei vielen Angeboten leider auf. Erstens suche ich bei den meisten Zeitungs-Webseiten Ewigkeiten, bis ich überhaupt auf das Facebook-Angebot komme und zweitens ist das, was mir dort dann geboten wird oft langweilig bis unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/facebook_logo.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-503" title="facebook_logo" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/facebook_logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Facebook-Seiten laufen bei einigen Zeitungen noch unter der Rubrik &#8220;muss man halt auch haben&#8221; &#8211; zumindest zwingt sich der Eindruck bei vielen Angeboten leider auf. Erstens suche ich bei den meisten Zeitungs-Webseiten Ewigkeiten, bis ich überhaupt auf das Facebook-Angebot komme und zweitens ist das, was mir dort dann geboten wird oft langweilig bis unter aller Sau.</p>
<h3>Wenige wollen Fan der Tageszeitung werden</h3>
<p>Auffällig ist, dass die meisten Zeitungen demzufolge auch nicht sonderlich viele Facebook-Fans haben &#8211; zumindest in Relation zu den verkauften Auflagen. Was ich nicht finde, kann ich nicht gut finden. Und was mir nichts bietet, will ich nicht gut finden. Eine Leserlogik, die sich auch in ernüchternden Zahlen ausdrücken lässt:</p>
<ul>
<li><a title="Berliner Morgenpost Facebook" href="http://www.facebook.com/morgenpost" target="_blank">6.300 Fans bei der Berliner Morgenpost</a> (verkaufte Auflage: 127.000)</li>
<li><a title="DerWesten Facebook" href="http://www.facebook.com/DerWesten?ref=ts" target="_blank">5.900 Fans bei DerWesten</a> (verkaufte Auflage WAZ: 800.000)</li>
<li><a title="Hamburger Abendblatt Facebook" href="http://www.facebook.com/abendblatt?sk=wall" target="_blank">4.100 Fans beim Hamburger Abendblatt </a>(verkaufte Auflage: 220.000)</li>
<li><a title="Stuttgarter Zeitung Facebook" href="http://www.facebook.com/stuttgarterzeitung" target="_blank">3.600 Fans bei der Stuttgarter Zeitung</a> (verkaufte Auflage: 150.000)</li>
<li><a title="Weser-Kurier Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/weser-kurierde/48412147711" target="_blank">726 Fans beim Bremer Weser-Kurier</a> (verkaufte Auflage: 162.000)</li>
<li><a title="Merkur Online Facebook" href="http://www.facebook.com/merkuronline?sk=wall" target="_blank">723 Fans beim Münchner Merkur</a> (verkaufte Auflage: 197.000)</li>
</ul>
<p>Im Gegensatz dazu haben reine Online-Medien mit dem Auftritt auf Facebook deutlich geringere Probleme. Teilweise junge Titel haben hier klar die Nase vorne: Lokalblogs wie der <a title="Solinger Bote Facebook" href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100001844608068" target="_blank">Solinger-Bote</a>, die <a title="Tegernseer Stimme Facebook" href="http://www.facebook.com/tegernseerstimme.de" target="_blank">Tegernseer Stimme</a>. <a title="Prenzlauer Berg Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/Prenzlauer-Berg-Nachrichten/108649415872285" target="_blank">Prenzlauer Berg Nachrichten</a> oder die <a title="Ruhrbarone Facebook" href="http://www.facebook.com/ruhrbarone" target="_blank">Ruhrbarone</a> haben 1.000 oder mehr Fans &#8211; und das bei teils sehr kleinen Einzugsgebieten. (Klatsch und Tratsch scheint im Netz sowieso ungebrochen: Das Online-Magazin <a title="Promiflash Facebook" href="http://www.facebook.com/PromiFlash?sk=wall" target="_blank">Promiflash hat über 530.000 Fans</a>. Das Thema alleine reicht aber nicht. Alt eingesessene Titel wie <a title="Gala.de Facebook" href="http://www.facebook.com/galade?sk=wall" target="_blank">Gala</a> oder <a title="Bunte Facebook" href="http://www.facebook.com/Bunte.de" target="_blank">Bunte</a> schaffen es nicht mal auf 5.000 Fans)</p>
<h3>Wie sieht ein guter Facebook-Auftritt für Zeitungen aus?</h3>
<p>Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Menschlichkeit. Mit den Lokalblogs können sich die Leser identifizieren. Es wird nicht das Gefühl des unnahbaren Journalisten vermittelt, sondern des Schreibers von nebenan. Einer von uns, der sich für uns die Mühe macht zu berichten. Der Autor steht selbst für Hinweise und Kritik zur Verfügung und reagiert stellenweise auch ganz menschlich: Er freut sich und ist auch mal beleidigt oder direkt.Auch die Motivation auf den Lokal-Seiten scheint deutlich größer: Es werden Gewinnspiele und Mitmachaktionen angeboten und andere Aktionen getestet.</p>
<p>Das gleiche Prinzip zieht auch bei Promiflash: Mit Daniel Härtnagel wurde ein Blogger erfolgreich, der sich schon seit Jahren auf <a title="Daniel Härtnagel ist der Promipranger" href="http://www.promipranger.de/" target="_blank">Promipranger</a> mit Gossip, Klatsch und Tratsch identifiziert &#8211; und das sehr persönlich und nicht aus Sicht des Journalisten.</p>
<h3>Wer Fans will, muss persönlich werden</h3>
<p>Der größte Unterschied zu den klassischen Medienhäusern besteht aber in der Art, wie mit den Leserkommentaren umgegangen wird. Während auf den großen Portalen erstens überhaupt wenig kommentiert wird, sieht man recht deutlich, dass die Kommentare nur sehr sporadisch bis nie beantwortet werden. Sinnvolle Diskussionen entstehen so nicht. Der eigentliche Autor des Textes ist oft nicht beteiligt und es antwortet maximal eine neutrale &#8220;Redaktionsstimme&#8221;. So ist es für die Leser nur schwer nachvollziehbar, warum man sich als Leser überhaupt zu den Artikeln äußern soll, wenn sich der Verfasser nie selbst dem Leser stellt.</p>
<h3>Facebook für Zeitungen als Invest in die Zukunft</h3>
<p>Warum es gerade für Zeitungen in Zukunft wichtig sein wird, auch auf Facebook viele Leser zu haben, zeigt ein Blick auf die Möglichkeiten neuer Geschäftsmodelle im Onlinejournalismus: Immer <a title="Facebook Web-Währung wird zur Pflicht - excitingcommerce" href="http://www.excitingcommerce.de/2011/01/facebook-credits.html" target="_blank">mehr Umsatz des Onlinehandels wird sich in Zukunft direkt über Facebook abspielen</a>. Schon seit langem ist Facebook dabei eine eigene Webwährung zu entwickeln. Und auch der Hype um Groupon könnte sich in nicht allzulanger Zeit auf <a title="Facebook mit eigenem Groupon Angebot - netzwertig" href="http://netzwertig.com/2011/03/18/facebook-vs-groupon-buhlen-um-die-schnaeppchenjaeger/" target="_blank">Facebook interne Kanäle verschieben</a>. Dort plant man zumindest ein starkes Gegengewicht aufzubauen und bietet auch lokalen Anbietern die Möglichkeit eigene Groupon-Aktionen durchzuführen. <a title="Groupon Konzepte für Lokalzeitungen" href="http://www.netzleser.de/2010/01/17/e-commerce-und-journalismus-passt-das-zusammen/">Warum gerade Groupon-Konzepte für Lokal- und Regional-Zeitungen ein riesiges Potential bieten habe ich schon vor über einem Jahr in einem Artikel thematisiert.</a></p>
<h3>Wer die Facebook-Fans hat, hat die Zielgruppe der Zeitung</h3>
<p>Auch ohne, dass man zum jetzigen Zeitpunkt direkte Geschäftsmodelle für sich erkennt oder weiter ausschließlich auf Bannerwerbung setzt, sollte eines immer klarer werden: Wer Facebook vernachlässigt, spielt mit seiner Zukunft. Gerade die einstigen Massenmedien gehen sträflich mit dieser neuen Öffentlichkeit um. Wer in der Offline-Welt mit 200.000 gedruckten Zeitungen jeden Tag den Ton angibt, hat online mit 3.000 Fans nicht viel zu melden. Und das werden über kurz oder lang auch die Werbekunden registrieren.</p>
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