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	<title>Netzleser &#187; Online-Journalismus</title>
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	<description>Geschäftsmodelle im/ mit/ durch Journalismus im Netz</description>
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		<title>Groupon- und Coupon-Angebote deutscher Zeitungsverlage</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 09:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Coupon]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Groupon]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8212; update vom 17. August &#8212; Nachdem seit Montag mit rheinmainDEAL (F.A.Z. und Frankfurter Neuen Presse) und mydealbayern (Passauer Neue Presse) zwei neue Verlags-Groupons dazu gekommen sind, habe ich die Liste aller Groupons aus deutschen Verlagen bzw. Regional- und Zeitungsverlagen mal wieder aktualisiert. &#8212; ursprünglicher Artikel vom 4. April 2011 &#8212; Die Integration von Groupon- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><strong><span style="color: #0000ff;">&#8212; update vom 17. August &#8212;</span></strong><br />
Nachdem seit Montag mit <a href="http://www.rheinmaindeal.de" target="_blank">rheinmainDEAL</a> (F.A.Z. und Frankfurter Neuen Presse) und <a href="http://www.mydealbayern.de" target="_blank">mydealbayern</a> (Passauer Neue Presse) zwei neue Verlags-Groupons dazu gekommen sind, habe ich die Liste aller Groupons aus deutschen Verlagen bzw. Regional- und Zeitungsverlagen mal wieder aktualisiert.<br />
<strong><span style="color: #0000ff;">&#8212; ursprünglicher Artikel vom 4. April 2011 &#8212;</span></strong></p>
<p>Die <strong>Integration von Groupon- und Coupon-Angeboten</strong> ist ein vielversprechender Weg indirekte Erlösmodelle im Online-Journalismus zu realisieren</p>
<h3>Verlage testen Groupon &#8211; oft leider lieblos</h3>
<p>Seit einiger Zeit tut sich in dem Bereich auch schon was. Die WAZ hat mit WestDeal vor rund eineinhalb Jahren vorgelegt. Inzwischen sind einige andere Zeitungen und Verlage nachgezogen. Eine Übersicht über die aktuellen <strong>Verlags-Groupon-Klone</strong>:</p>
<p><a href="http://www.westdeal.de/">http://www.westdeal.de/</a> WAZ-Mediengruppe<br />
<a href="http://www.sachsendeal.de/">http://www.sachsendeal.de/</a> Leipziger Verlags- und Druckerei GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://www.norddeal.de/">http://www.norddeal.de/</a> Verlagsgesellschaft Madsack GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://www.schwaben-gutschein.de/">http://www.schwabenland-deal.de/</a> Reutlinger General-Anzeiger Verlags GmbH + Co. KG<br />
<a href="http://www.rheinmaindeal.de/">http://www.rheinmaindeal.de/</a> F.A.Z. und Frankfurter Neue Presse<br />
<a href="http://www.mydealbayern.de/">http://www.mydealbayern.de/</a> Passauer Neue Presse Verlags GmbH<br />
<a href="http://www.rheinneckardeal.de/">http://www.rheinneckardeal.de/</a> Rheinpfalz Online GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://www.bayerndeal.de/">http://www.bayerndeal.de/</a> Main Post GmbH &amp; Co.KG</p>
<p>In eine sehr ähnliche Richtung gehen die <strong>Auktions-Angebote</strong>, die von einigen Verlagen momentan angeboten werden, bzw. in den Startlöchern stehen:</p>
<p><a href="http://www.hamburg-bietet.de/">http://www.hamburg-bietet.de/</a> Hamburger Abendblatt / Axel Springer AG<br />
<a href="http://www.welt-bietet.de/">http://www.welt-bietet.de/</a> Welt Online / Axel Springer AG<br />
<a href="http://www.sachsenbietet.de/cgi-bin/index.cgi">http://www.sachsenbietet.de/</a> Chemnitzer Verlag und Druck GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://reiseauktion.mainpost.de/cgi-bin/index.cgi">http://reiseauktion.mainpost.de/</a> Main-Post GmbH &amp; Co. KG<br />
<a href="http://auktion.tagesspiegel.de/">http://auktion.tagesspiegel.de/</a> Verlag Der Tagesspiegel GmbH<br />
<a href="http://www.das-bietet-zeitreiseauktion.de/cgi-bin/index.cgi">http://www.das-bietet-zeitreiseauktion.de/</a> ZEIT online GmbH</p>
<p>Gemein haben alle von Verlagen gestarteten Groupons, dass sie von ein und demselben technischen Anbieter betrieben werden: <a title="Banghaus bietet Croupon-Lösungen für Verlage" href="http://www.das-bietet-banghaus.de/impressum.html" target="_blank">banghaus Print-Online-Auktions GmbH</a>. Die Idee dahinter ist recht clever. Den Verlagen wird eine All-In-One Lösung geboten, die den Einstieg bzw. den Test für Groupon-, Coupon- und Auktions-Seiten als Erlösmodell einfacher machen soll. Es sind keine hohen Investitionen für Technik, Software und Design nötig und auch mit der Betreuung fallen intern keine Kosten an.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.das-bietet-banghaus.de/index.html"><img class="aligncenter size-full wp-image-1209" title="banghaus" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/banghaus.jpg" alt="" width="489" height="389" /></a></p>
<h3>Die Konzepte müssen gut integriert werden</h3>
<p>Kritisch sehe ich an der Sache, dass sich die eigentliche Anbieter, sprich die Verlagshäuser, nicht wirklich tiefgründig mit den Modellen und Konzepten dahinter auseinander setzen. <a title="Liveshopping Whitelabel Lösungen" href="http://www.internetworld.de/Heftarchiv/2008/Ausgabe-12/Wachstum-mit-Partnern" target="_blank">Einen ähnlichen Ansatz gab es vor einigen Jahren schon mit diversen Live-Shopping Whitelabel-Lösungen</a>. Ähnlich wie damals werden einige der Angebotsseiten ziemlich lieblos integriert und laufen als Stiefkind auf der X-ten Unterseite oder sind versteckt in den Shopping- oder Service-Rubriken.</p>
<p>Eine Sinnvolle Verknüpfung findet &#8211; gerade online &#8211; nicht oder nur sehr unzureichend statt. Wenn überhaupt, wird lediglich mit Bannerwerbung auf die Angebote hingewiesen. Eine redaktionelle Integration und Versuche, die Angebote und die Vorteile dahinter den Lesern näher zu bringen gibt es nur selten. Auch die meist angekündigten Werbemaßnahmen in den begleitenden Printmedien werden oft nur auf sehr niedrigem Niveau geschalten.</p>
<p>Nur mit der technischen Seite ist es aber nicht getan. Ein sauber aufgesetzter Groupon muss redaktionell begleitet werden und vom Leser als Abwechslung und Erlebnis wahrgenommen werden. Nur so wird aus dem Groupon-Angebot auch ein wirklicher Mehrwert und daraus ergibt sich die Chance auf ein tragfähiges Erlösmodell im Online-Journalismus.</p>
<p>Hier warte ich noch auf den einen oder anderen Verlag oder Lokalblog, der mit einem räumlich begrenzten Groupon aufzeigt, was und wie man mit dem Konzept etwas erreichen kann. Richtig eingebunden, ist davon sicher einiges zu erwarten.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema auf netzleser:<br />
</strong><a title="Coupons und Gutscheine als Chance für (Lokal)Zeitungen" href="http://www.netzleser.de/2010/02/17/coupons-und-gutscheine-als-chance-fur-lokalzeitungen/">Coupons und Gutscheine als Chance für (Lokal)Zeitungen<br />
</a><a title="e-commerce vs. Journalismus:  Groupon-Konzepte für Lokalzeitungen " href="www.netzleser.de/2010/01/17/e-commerce-und-journalismus-passt-das-zusammen/">e-commerce vs. Journalismus: Groupon-Konzepte für Lokalzeitungen<br />
</a><a title="WESTDEAL: Groupon hyped das lokale Netz" href="www.netzleser.de/2010/03/10/westdeal-groupon-hyped-das-lokale-netz/">WESTDEAL: Groupon hyped das lokale Netz</a></p>
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		<title>rheinmainDeal: Groupon-Klon von FAZ und Frankfurter Neuen Presse startet Montag 15.08.</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 13:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösmodell]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
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		<category><![CDATA[Groupon]]></category>
		<category><![CDATA[Groupon-Klon]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[rheinmaindeal]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf den URLs www.rheinmaindeal.info und www.rheinmaindeal.de ist inzwischen schon einiges zu sehen. Der Launch des rheinmainDeals ist für nächsten Montag, 15. August angekündigt. Mit dem rheinmainDeal steigen zwei echte Traditionsmedien ins Groupon-Business ein: Hinter rheinmainDEAL steht die regionale Kompetenz von zwei führenden Tageszeitungen. Die Zeitungshäuser der Frankfurter Neuen Presse und der F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung präsentieren das Deal-Portal. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Auf den URLs <a href="http://www.rheinmaindeal.info" target="_blank">www.rheinmaindeal.info</a> und <a href="http://www.rheinmaindeal.de" target="_blank">www.rheinmaindeal.de</a> ist inzwischen schon einiges zu sehen. Der Launch des rheinmainDeals ist für nächsten Montag, 15. August angekündigt. Mit dem rheinmainDeal steigen <a href="http://www.rheinmaindeal.info/das-portal/" target="_blank">zwei echte Traditionsmedien ins Groupon-Business ein</a>:</p>
<blockquote><p>Hinter rheinmainDEAL steht die regionale Kompetenz von zwei führenden Tageszeitungen. Die Zeitungshäuser der Frankfurter Neuen Presse und der F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung präsentieren das Deal-Portal.</p></blockquote>
<p>Optisch ist die Seite (auf dem Screenshot) deutlich als <a href="http://www.netzleser.de/2011/04/04/groupon-und-coupon-angebote-als-erlosmodell-fur-lokalzeitungen-und-lokalblogs/" target="_blank">weiterer Banghaus-Klon erkennbar</a> auch wenn im momentanen <a href="http://www.rheinmaindeal.info/impressum/" target="_blank">Impressum die Rhein-Main.Net GmbH</a> für Programmierung und Umsetzung ausgewiesen wird. Die ungewohnte Farbgebung tut der Seite auf den ersten Blick aber sehr gut:</p>
<p><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/rheinmainDeal.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1121" title="rheinmainDeal" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/rheinmainDeal.jpg" alt="" width="511" height="415" /></a>Etwas aufhorchen lassen hat dagegen die Ankündigung auf rheinmainDeal neben den gewohnten <em>Groupon-Dienstleistungs-Wellness-Restaurant-Angeboten</em> auch <a href="http://www.rheinmaindeal.info/die-idee/" target="_blank">harte Produkte anbieten zu wollen</a>. Damit wildert rheinmainDeal von Start weg im Revier <a href="http://my-trend.org/2011-08-07-liveshopping" target="_blank">klassischer Liveshopper</a>. Dailydeal hat vor einigen Tagen <a href="http://kress.de/alle/detail/beitrag/111363-live-shopping-konkurrenz-dailydeal-vertickt-produkt-gutscheine.html" target="_blank">ähnliches angekündigt</a>:</p>
<blockquote><p>Pro Tag präsentiert rheinmainDEAL ein Top-Angebot. Ob <strong>Produkte</strong> oder Dienstleistungen aus den Bereichen Wellness, Gastronomie, Sport oder <strong>Handel</strong> – Besucher der Plattform lassen sich immer wieder gerne überraschen.</p></blockquote>
<p>Konsequent klingt dagegen die <a href="http://www.rheinmaindeal.info/das-portal/" target="_blank">Ankündigung der täglichen Werbeeinbindung der Deals</a> sowohl online, wie auch in den gedruckten Ausgaben beider Blätter. Man darf allerdings gespannt sein, ob man die großen Worte auch halten kann oder ob es, <a href="http://www.westdeal.de/vorteile" target="_blank">wie beim Westdeal, beim schönen Wunsch bleibt</a> und begleitende Werbung irgendwann schlichtweg &#8220;vergessen&#8221; wird.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Als Zeitungsverleger, wüsste ich, was zu tun ist – das verrate ich aber nicht. Ich bin ja nur Blogger&#8221;</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/08/10/als-zeitungsverleger-wusste-ich-was-zu-tun-ist-%e2%80%93-das-verrate-ich-aber-nicht-ich-bin-ja-nur-blogger/</link>
		<comments>http://www.netzleser.de/2011/08/10/als-zeitungsverleger-wusste-ich-was-zu-tun-ist-%e2%80%93-das-verrate-ich-aber-nicht-ich-bin-ja-nur-blogger/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 10:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hardy Prothmann]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Hardy Prothmann ist Betreiber des Heddesheimblogs, Gründungsmitglied von netzwerk recherche und Mitglied des Frankfurter Presse-Clubs. Außerdem ist Hardy Prothmann einer der aktivsten (und direktesten) Kritiker der Verlagswelt und der klassischen Medien. In den letzten Tagen hat er mit einigen Artikeln zum Redakteursstreik viel Unruhe gestiftet &#8211; und großes Medienecho darauf bekommen. Hardy hat in erster Linie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_1092" class="wp-caption alignleft" style="width: 85px">
	<a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Prothmann2-224x3001.jpg.scaled5001.jpg"><img class="size-full wp-image-1092   " title="Prothmann2-224x300.jpg.scaled500" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Prothmann2-224x3001.jpg.scaled5001.jpg" alt="" width="85" height="113" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Hardy Prothmann (pushthebutton.de)</p>
</div>
<p>Hardy Prothmann ist Betreiber des <a href="http://heddesheimblog.de/" target="_blank">Heddesheimblogs</a>, Gründungsmitglied von <a href="http://netzwerkrecherche.de/" target="_blank">netzwerk recherche</a> und Mitglied des <a href="http://frankfurter-presseclub.de/" target="_blank">Frankfurter Presse-Clubs</a>. Außerdem ist Hardy Prothmann einer der aktivsten (und direktesten) Kritiker der Verlagswelt und der klassischen Medien.</p>
<p>In den letzten Tagen hat er mit einigen Artikeln zum <a href="http://www.google.de/search?rlz=1C1AVSA_enDE431DE431&amp;aq=f&amp;sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8&amp;q=hardy+prothmann#sclient=psy&amp;hl=de&amp;rlz=1C1AVSA_enDE431DE431&amp;tbm=nws&amp;source=hp&amp;q=redakteure+streik&amp;pbx=1&amp;oq=redakteure+streik&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=17793l19842l7l20289l11l9l0l0l0l7l1043l6050l4-1.0.5.1l7l0&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&amp;fp=5827fd71f6bc93b&amp;biw=1366&amp;bih=653" target="_blank">Redakteursstreik</a> viel Unruhe gestiftet &#8211; und <a href="http://meedia.de/print/streik-streit-der-frust-vieler-freier-ist-gross/2011/08/05.html" target="_blank">großes Medienecho</a> darauf bekommen. Hardy hat in erster Linie die Arbeitsbedingungen der Freien Journalisten beklagt und kritisiert. Ich habe Hardy einige Fragen zum Thema gestellt:</p>
<p><strong>netzleser (NL): Du steckst in Deinen persönlichen Arbeitskampf sehr viel Zeit und machst Dir nicht nur Freunde damit. Was motiviert Dich zum Robin Hood der Freien Journalisten zu werden?</strong></p>
<blockquote><p>Hardy Prothmann (HP): Ich bin nicht Journalist geworden, um mir Freunde zu machen. Die guten Freunde, die ich habe, reichen mir. Ich bin auch keine Robin Hood – wer genau hinschaut, stellt fest, dass ich in meinen Artikeln alle kritisiere: Verlagsmanager, Redakteure und freie Journalisten.</p></blockquote>
<p><strong>NL: Auf einigen Blogs wird Dir vorgeworfen, dass <a href="http://www.streim.de/2011/08/04/ich-bin-unsolidarisch-arrogant-unfaehig-und-ein-echter-arsch/" target="_blank">Du lediglich an Deiner Selbstvermarktung arbeitest</a>. Ist da etwas dran? Bzw. wie wirkt sich die momentane Aufmerksamkeit, die Du mit Dir als Person und mit Deinen Blogs bekommst auf die Zugriffszahlen aus?</strong></p>
<blockquote><p>HP: Der „Selbstvermarktungsvorwurf“ ist komplett absurd. Meine teils polemischen Kritiken führen eher nicht dazu, dass ständig das Telefon klingelt oder emails mit tollen Job-Angeboten reinkommen. Die Zugriffszahlen sind enorm, doch davon kann ich mir nichts kaufen.</p></blockquote>
<p><strong>NL: In einem <a href="http://www.pushthebutton.de/2011/08/03/zeitungsstreik-solidaritaet-wieso-weshalb-warum/" target="_blank">Beitrag auf pushthebutton</a> sprichst Du davon, dass Dir noch nie eine Zeitung mehr bezahlt hat als ausgemacht, um eine extra gute Arbeit zu würdigen. Ich höre da raus, dass es Dir viel mehr um Anerkennung als um das Finanzielle geht: Wie sehen für Dich die richtigen Arbeitsbedingungen für Freie Journalisten aus? Geht es nur ums Geld?</strong></p>
<blockquote><p>HP: Klar geht es um Geld. Mit Geld bezahlt man seine Miete und andere Sachen. Aber auch um Anerkennung und Respekt, wenn man sehr gut und sehr engagiert arbeitet. Und darum, immer das beste zu geben. Das gelingt nicht täglich. Aber ohne die entsprechende Haltung gelingt es nie.</p>
<p>Ich bin jetzt zwanzig Jahre im Job. Die ersten zehn Jahre waren klasse, weil ich am meisten von erfahrenen Kollegen gelernt habe, die ihr Können nicht als Herrschaftswissen betrachtet haben. Sie mich und andere teilhaben lassen. Aus einer Haltung heraus: Die besten Geschichten zu erzählen. Man hat gemeinsam an guten Geschichten gearbeitet.</p>
<p>In den folgenden Jahren hat der Job immer weniger Spaß gemacht, weil es kaum noch gute Redakteure gibt, die mit ihren freien Autoren arbeiten. Erfahrene Kollegen wurden durch Grünschnäbel ersetzt, die wenig Ahnung von Journalismus haben. Arbeits- und Honorarbedingungen wurden immer mieser. Das weiß jeder in der Branche.</p>
<p>Richtige Arbeitsbedingungen sind dann gegeben, wenn Freier und Redaktion zusammen  das beste Ergebnis erreichen wollen und das Honorar die Arbeit nicht nur „ehrt“, sondern bezahlt.</p></blockquote>
<p><strong>NL: Glaubst Du wirklich, dass Qualität im Journalismus mit dem Zufluss im Geldbeutel gleichzusetzen ist? Liefert ein gut bezahlter Journalist besseren Journalismus als ein schlecht bezahlter?</strong></p>
<blockquote><p>HP: Ein gut bezahlter Journalist hat zumindest die besseren Chancen. Er kann sich die notwendige Zeit nehmen, um den Job gut zu machen. Zeilenhonorare sind beispielsweise tödlich für guten Journalismus. Wenn ich für 100 Zeilen nur 100 Euro brutto erhalte und auf einen „vernünftigen“ Stundensatz kommen will, dann kann ich als hauptberuflicher Journalist höchstens drei Stunden Arbeit dafür kalkulieren. Vielleicht brauche ich aber fünf oder sechs Stunden – das hängt vom Thema ab. Dann muss der Artikel 200 Euro bringen – tut er aber nicht.</p>
<p>Investiere ich also trotzdem mehr Zeit, bin ich schlechter bezahlt – auch wenn ich den besseren Journalismus liefere. Auf Dauer zermürbt das, weil man immer Geldsorgen hat. Journalisten haben hauptberuflich oft mit Sorgen zu tun – wenn die größte Sorgen allerdings die der eigenen wirtschaftlichen Existenz ist, kann auf Dauer kein guter Journalismus dabei rauskommen. Außer, man hat ein sehr, sehr dickes Fell.</p></blockquote>
<p><strong>NL: Axel Springer hat jüngst im Geschäftsbericht eine EBITDA-Rendite von 22,7 Prozent  (128,5 Mio Euro) bei den nationalen Zeitungen ausgewiesen. Gleichzeitig will man Gehälter kürzen. Ist Journalist überhaupt ein Beruf, den man Festangestellt und als Glied in einer Produktionskette ausüben kann? Als Content-Produzent? Oder sollten Journalisten nicht eher &#8220;Überzeugungstäter&#8221; sein, die wie Künstler oft am Hungertuch nagen (oder hoffentlich auch nicht) aber aus Überzeugung im Dienste der Gesellschaft stehen?</strong></p>
<blockquote><p>HP: Der Axel-Springer-Verlag ist einer der erfolgreichsten Verlage. Geschäftlich gesehen sage ich: Respekt. Hauptumsatzträger ist die Bild, die erfolgreich die Formel TTT vermarktet: Tiere-Titten-Tote. Das ist zwar meistens eklig, das war der Circus Maximus aber auch. Bei ASV und Bild arbeiten Überzeugungstäter, die wissen, was sie tun. Sie wollen Geld verdienen. Egal wie. Dafür gibt es einen perfekten Produktionsapparat, in dem viele nur Inhalte-Produzenten für alle möglichen Körpersäfte-Themen sind. Die Bild beschämt jeden Tag die rund 330 deutschen Tageszeitungen. Denn der Bild gelingt es, die Themen zu setzen, über die die Menschen reden, selbst wenn sie Bild nicht lesen. Viele Geschichten sind überhaupt nicht „exklusiv“, aber sie werden exklusiv gemacht. Dafür gibt es die Profi-Schreiber. Würden die nach „Zeile“ bezahlt, wären die angesichts der kurzen Texte die ärmsten Schlucker Deutschlands. Tatsächlich sind sie die Top-Verdiener.</p>
<p>Im Lokalen ist alles exklusiv – nur wird es leider beliebig und lustlos gemacht. Ich werfe den Zeitungsverlagen vor, dass sie über Jahrzehnte hinweg den Markt kaputt gemacht haben. Sie haben nur Geld rausgezogen, aber kaum in das inhaltliche Produkt investiert.</p>
<p>Sie nehmen sich die billigsten Lohnschreiber, die man finden kann und verkaufen aus ihrer Monopolsituation oft nur Ramschjournalismus. Billiges Zeugs. Sie haben die Nähe zu Verwaltungsspitzen, Wirtschaft, Verbänden und allen mit „Rang und Namen“ gesucht und sind nun in diesem Geflecht vollständig verheddert.</p>
<p>Mit der Überzeugung, als vierte Gewalt andere zu kontrollieren, hat das bei vielen schon lange nichts mehr zu tun.</p>
<p>Vergiss den Vergleich mit den Künstlern. Essayisten haben vielleicht was „künstlerisches“, es ist aber keine „Kunst“, journalistische Texte zu schreiben. Auch kein Kunsthandwerk, sondern nur Handwerk. Journalismus ist eine Dienstleistung und jemand, der diese gut beherrscht, sollte auch entsprechend verdienen können.</p>
<p>Tatsächlich wird das immer schwieriger, weil gutes Handwerk von den Verlagen nicht eingekauft wird. Wer nur Bratwurst und Fritten anbieten will, der braucht keine Spitzenköche. Und wenn es keine exklusiven Restaurants mehr gibt, müssen sich die Köche halt nen anderen Job suchen. Als Kartoffelschäler beispielsweise.</p></blockquote>
<p><strong>NL: Gibt es überhaupt noch eine Berechtigung für fest angestellte &#8220;Verlagsjournalisten&#8221;? Wikipedia sieht im Verleger denjenigen, der &#8220;mit Druck- und Werbungskosten in Vorlage&#8221; geht &#8211; diese Vorleistung fällt durch das Internet weg. Sollten sich Journalisten nicht endlich aus der &#8220;technischen Sklaverei&#8221; der Druckerpressen befreien und ihren wirklichen, (online)selbstverlegten Überzeugungen nachgehen?</strong></p>
<blockquote><p>HP: Ich hole ein wenig aus: Der Begriff Verleger kommt vom Vorleger. Das war ein Kaufmann, der in Vorlage gehen musste, Güter ankaufte, Handelsreisen finanzierte. Sehr schön dokumentiert im Fortunatus. Hier wurden Bücher geführt, Handelslisten, Preise, Kosten, Währungen. Aus dem Handel ist mit dem Ausgang des Mittelalters das Bürgertum entstanden.</p>
<p>Der Buchdruck hat eine „Vervielfältigungstechnik“ ermöglicht. Und die Anfänge des Journalismus liegen in der Übertragung von Fakten: Zahlen, Namen, Kontakte. Erst viel später kam das „Feuilleton“ dazu &#8211; mit Theaterkritiken, Rezensionen, unterhaltenden, aber auch politischen Texten. Und es war ein Elitenmedium mit Top-Autoren wie Heine, Goethe, Klopstock, Gerstenberg oder Claudius.</p>
<p>Noch später erst gab es die Kaufzeitungen, noch später die Abonnement-Zeitungen. Daraus ist eine Industrie, eine Vermassung entstanden. Die Zeitung ist ja nur ein Produkt vieler Verlagshäuser, die alles mögliche drucken.</p>
<p>Zur Frage: Klar braucht man für die technische Produktion Arbeiter, die das Produkt herstellen. Früher brauchte man viele Drucker und Setzer, das machen heute wenige mit Hilfe von Computern. Und zum Content-Schupsen braucht es auch viel weniger „Redakteure“, wenn es nur um die rein technische Umsetzung geht.</p>
<p>Inhaltlich braucht man aber nach wie vor kluge Köpfe und kluge Konzepte, sonst verkauft sich das Produkt nicht. Die Verluste der Zeitungen beweisen das ja eindeutig.</p>
<p>Und ja – die Zeit ist reif für Journalisten, die selbst unternehmerisch arbeiten wollen. Die Produktionskosten sind historisch niedrig. Die Herausforderung ist, den Markt zu schaffen. Leider ist nicht vielen Journalisten das Unternehmertum gegeben. Das müssen sie lernen. Da schließe ich mich ein. Ich lerne täglich dazu.</p></blockquote>
<p><strong>NL: Der klassische Verlagsjournalismus wird als die 4. Gewalt bezeichnet. Blogs sind inzwischen auf dem Weg die 5. Gewalt, also die Kontrolle der Kontrolle zu werden. Funktioniert diese 5. Gewalt aber nicht nur, weil die Menschen dafür kein Geld bekommen und aus reiner Überzeugung handeln? Ist vielleicht der &#8220;Hobbyjournalist&#8221; sogar der bessere Journalist<br />
</strong></p>
<blockquote><p>HP: Einspruch. Die Zeitungen sind nur ein Teilsystem der Medien. Medien an sich sind keine vierte Gewalt – nur kritische, politische Medien, die auch diesen Anspruch haben. Und selbst die sind ohne die Menschen gar nichts. Was nützt eine Kritik, wenn die Menschen sie nicht bemerken wollen?</p>
<p>Das gilt auch für Internetportale, Blogs oder wie immer man das nennt.</p>
<p>Um eine kritische Haltung zu haben, muss man nicht arm oder mittellos sein. Ganz im Gegenteil ist finanzielle Unabhängigkeit eher geeignet, eine kritische Haltung einnehmen zu können.</p>
<p>Die Partizipationsmöglichkeiten der Menschen sind durch das Internet enorm gestiegen. Siehe den Fall Horst Köhler: Ein aufmerksamer Hörer von DeutschlandRadio machte die problematischen Äußerungen zur Verbindung von Krieg und Wirtschaftsinteressen publik, die Nachricht war in der Welt, der Spiegel hat sie aufgegriffen und Köhler war Geschichte. Ohne Internet wäre Köhler im Amt geblieben. Noch hat es eine „klassische“ Marke gebraucht, um „Relevanz“ herzustellen, aber auch das wird sich ändern.</p>
<p>Diese Aufmerksamkeit, die Überzeugung der Menschen, die Teilhabe am öffentlichen Geschehen, die Dokumentation von Ereignissen ist noch kein Journalismus – aber das wird den Journalismus enorm verändern.</p></blockquote>
<p><strong>NL: Was stimmt am System Zeitung aus deiner Sicht nicht?</strong></p>
<blockquote><p>HP: Zeitungen haben noch nie vollständig die Realität abgebildet – schon aus Formatgründen. Alles, was in der Welt passiert und wichtig ist, soll ja angeblich in der Zeitung stehen. Das ist Blödsinn. Zeitungsleser sind auch nicht „gebildeter“ als andere – das ist der allergrößte Blödsinn. Und seit es das Internet gibt, ist man durch die Zeitung auch nicht besser informiert. Man bekommt nur eine Auswahl an Informationen und die kann gut oder schlecht sein. Diese Informationen sind  niemals umfassend, sondern immer ein Kompromiss. Ein „beschränkter“ noch dazu.</p>
<p>Man erhält auch nicht „mehr“ Hintergründe als im Internet, sondern viel weniger.</p>
<p>Und wenn einer aus Mannheim kommt, einer aus Heidelberg und einer aus Neustadt an der Weinstraße, die zusammen bei einem Unternehmen in Walldorf arbeiten, können sich alle zusammen über die Katastrophe von Duisburg unterhalten, weil sie in verschiedenen Zeitungen dieselbe Agenturmeldung gelesen haben. Waren die drei aber im Internet und in ihren sozialen Netzwerken, kann jeder andere Aspekte und Informationen beisteuern: Gerüchte und Fakten, Bilder und Eindrücke, persönliche Nachrichten und verschiedene Kommentare.</p>
<p>Zeitungen definieren sich immer noch als Closed-Shop und werden deshalb bald auch die Rollläden runterlassen müssen wegen Geschäftsaufgabe, weil die Kunden ausbleiben.</p></blockquote>
<p><strong>NL: Was ist Deine ganz persönliche Vision für den Journalismus der Zukunft?</strong></p>
<blockquote><p>HP: Soviel steht fest: Die alten Theorie des „Gate-Keeping“ hatte ihre Gültigkeit, ist aber erledigt. Journalisten bestimmen nicht mehr wesentlich, welche Nachrichten in die Welt hinaus gehen.</p>
<p>Überall sammeln Menschen Informationen und stellen diese ins Netz. Als Tweet, als Post, als Video, als „Leak“. Und andere Menschen haben Zugang zu diesem ganz enormen Archiv.</p>
<p>Die klassische Rolle des Sammelns von Informationen, die Aufbereitung und Einordnung bleibt für Journalisten erhalten – allerdings unter neuen Bedingungen. Und eine ist: Diese Informationen sind nicht mehr „vorbehalten“.</p>
<p>Siehe die arabische Revolution, die keine „Facebook“-Revolution ist, sondern eine von Menschen, die sich aber über das Internet vereinigt haben. Der Journalist Richard Gutjahr ist spontan von Israel nach Ägypten gereist und hat von dort berichtet. Das war kein großer Wurf, aber es war ein Versuch und Gutjahrs Verdienst ist das Aufzeigen der neuen Möglichkeiten – die muss man professionalisieren.</p>
<p>Die Arbeit wird transparenter. Jeder, der sich einigermaßen im Netz zurechtfindet, kann innerhalb kürzester Zeit journalistische Informationen überprüfen – ob die Fakten stimmen, ob die Einordnung nachvollziehbar ist, ob etwas „hinzugedichtet“ oder ob etwas „verschwiegen“ worden ist.</p>
<p>Und es gibt weniger „systembedingte“ Exklusivität. Siehe Stuttgart21. Vor einigen Jahren noch musste man auf die Fernsehnachrichten warten, um gefilterte Bilder von vor Ort sehen zu können. Oder bis zum nächsten Tag auf die Zeitung. Heute kann man live bei fluegel.tv oder cam21.de dabei sein und das Netz enttarnt Lügen der Medien und der Regierungen mitunter sofort.</p>
<p>Die Stuttgarter Zeitungen haben vollständig versagt und die Debatte über das Projekt geht an ihnen vorbei – sie wird im Internet geführt. Und dort organisieren sich die Menschen fallbezogen.</p>
<p>Der Journalismus der Zukunft wird versuchen müssen, ein offenes Informationssystem anzubieten. Eine Art Verteilerknoten, bei dem die Menschen wissen: Wenn ich was erfahren will, steig ich hier ein und wenn ich mich verirre, kehre ich zurück und suche Orientierung. Einerseits muss man dafür sehr „objektiv“, also mit korrekten Fakten arbeiten, andererseits auch „subjektiv“, also Standpunkte anbieten.</p>
<p>Auch diese Arbeit kostet Geld und muss klug und kenntnisreich versehen werden.</p>
<p>Journalismus wird sich anpassen müssen, das ist auch gut so, weil er gerade im Zeitungswesen seit Jahrzehnten auf der Stelle tritt.</p>
<p>Eine Lösung auf die Frage nach der Finanzierung ist noch nicht ausreichend gefunden.</p>
<p>Entscheidend wird auch ein Umdenken in der Wirtschaft und bei der Werbeindustrie sein. Auch hier gab es ein „Gate-Keeping“ &#8211; Kampagnen werden immer noch im „großen Stil“ gefahren. Die Werbung folgt der Aufmerksamkeit und die geht weg vom monopolistischen Einheitsbrei. Sie wird sich in Zukunft fragmentieren – das heißt, der große Kuchen bleibt erhalten, wird aber in kleinere Einheiten zerteilt. Wenn diese Einheiten als Einnahmen ausreichen, wird es zu einer neuen Vielfalt von journalistischen Angeboten abseits der Verlagswelt kommen. Auch die Nutzer werden gerne zahlen, wenn sie davon überzeugt sind.</p>
<p>Wäre ich Zeitungsverleger, wüsste ich, was zu tun ist – das verrate ich aber nicht, denn ich bin ja nur ein Blogger.</p></blockquote>
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		</item>
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		<title>lokalnews.de unter der Lupe: Features, Vermarktungs- und Community-Ansätze</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 18:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Communities]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalzeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Lokalnews macht viele Sachen richtig gut. Auf der technischen und konzeptionellen Seite sind dort einige Features und Community-Ansätze integriert, die sehr interessant sind. Viel davon sind wohl erstmal Tests. Aber das ist es auch, was die Branche braucht: Mut zu Neuem und einfach mal ausprobieren und machen. Vielleicht entsteht mit lokalnews endlich ein Nachrichtenangebot, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://www.lokalnews.de" target="_blank">Lokalnews</a> macht viele Sachen richtig gut. Auf der technischen und konzeptionellen Seite sind dort einige Features und Community-Ansätze integriert, die sehr interessant sind. Viel davon sind wohl erstmal Tests. Aber das ist es auch, was die Branche braucht: Mut zu Neuem und einfach mal ausprobieren und machen. Vielleicht entsteht mit lokalnews endlich ein Nachrichtenangebot, <a href="http://www.netzleser.de/2011/03/26/online-zeitungen-als-marktplatz-fur-den-einzelhandel/">das sich auch als Technologianbieter versteht</a>. Die interessantesten Punkt habe ich mir rausgepickt.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Community:</span></h2>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Rangliste.jpg"><img class="size-medium wp-image-927 aligncenter" title="Rangliste" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Rangliste.jpg" alt="" width="355" height="465" /></a>Für registrierte Mitglieder gibt es die Möglichkeit, selbst Artikel zu schreiben. Für jeden Artikel, jeden Kommentar, Bilderuploads, usw. bekommt man Punkte. Innerhalb der Community steigt man so die journalistische Laufbahn aufwärts und erhält Statistiken über die eigenen Artikel, Leseraten und vieles mehr.</p>
<p style="text-align: left;">Vom Rasenden Reporter, bis zum Chef vom Dienst oder dem Chefredakteur sind einige Stufen zu durchlaufen. Wer neue Reporter wirbt, bekommt dafür ebenfalls Punkte. Der aktivste User des Monats bekommt ein &#8220;kleines Geschenk&#8221; zugeschickt. Alles in allem gute Ideen, um <a href="http://www.netzleser.de/2011/03/26/die-andere-offentlichkeit-facebook-als-invest-in-die-zukunft/">mit Journalismus und Nachrichten eine aktive Community zu bilden</a> und ein guter Schritt, Leser an sich zu binden oder die <a href="http://www.netzleser.de/2011/04/27/social-commerce-und-zeitungsangebote-warum-sie-sich-damit-schwer-tun/">Community anderweitig zu kapitalisieren</a>.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Vermarktung:</span></h2>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Kiosk.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-932" title="Kiosk" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Kiosk.jpg" alt="" width="350" height="550" /></a>Sehr gut gefällt mir auch der &#8220;Zeitungskiosk&#8221;: Hier können Leser Ihre eigene &#8220;Zeitung&#8221; zusammenstellen und für andere sichtbar machen &#8211; mehr oder weniger ein eigener Nachrichten-Blog auf lokalnews.de. Bisher sind dort zwar hauptsächlich PR-Getrieben Angebote gelistet aber das ist auch der interessanteste Ansatz daran: Kanäle an Unternehmen, Organisationen usw. anbieten, die von ihnen selbst gepflegt werden &#8211; mit der Möglichkeit direkt darauf zu verlinken und die Angebote direkt in eine lokale Community zu integrieren.</p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="text-decoration: underline;">Features:</span></h2>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/blitzer1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-940" title="blitzer" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/blitzer1.jpg" alt="" width="350" height="278" /></a><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Karte1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-941" title="Karte" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Karte1.jpg" alt="" width="350" height="288" /></a>Bei den Features gibt man bei lokalnews auch ziemlich Gas: So gibt es Kartenansichten, um verschiedene Rubriken und deren Artikel anzuzeigen oder Karten mit den aktuellsten Blitzerstandorten. Die Karten sind in Zukunft eine sehr gute Methode, um auf Händler, Veranstaltungen, Angebote, Schnäppchen usw. hinzuweisen und diese sofort mit dem Smartphone zu lokalisieren.<br />
Auch sonst ist lokalnews von der Technik wirklich gut: Artikel können nach Belieben sortiert werden, Leser können sich Themenfavoriten zusammenstellen oder einzelne Redakteure abonnieren. Es werden Statistiken angezeigt, Sortierung nach Facebook-Likes und so weiter.</p>
<p style="text-align: left;">&#8212;&#8212;</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Schön, bei lokalnews.de zu beobachten, wie ein Nachrichtenangeobt aussieht und sich entwickelt, wenn man einen Nichtjournalisten aber dafür <a href="http://www.bwmedien.biz/unternehmen-internetentwicklung.php">Online- und Community-Erfahrenen 28-Jährigen</a> an das Thema lässt. Die Schwerpunkte sind andere, die Umsetzung ist anders, die gebotenen technischen Möglichkeiten sind andere. Darin liegt ein riesen Chance: Sich zum Start garnicht so sehr auf den journalistischen Anspruch als USP versteifen, sondern erstmal testen und neue Wege beschreiten. </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Mal schauen, was daraus wird.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Tageslektüre. Unkommentiert.</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/05/16/heute-gelesen-und-als-empfehlenswert-befunden/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 21:26:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leseliste]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit unkommentierten Leseempfehlungen ist es ein bisschen, wie mit Fertigpizza und Burger: Nicht wiklich doll aber manchmal muss es einfach sein&#8230; niemanlab.org: Moneyball and paywalls: Lessons on paid content from smaller papers 46 percent of newspapers with circulation under 25,000 say they are already charging for some online content, compared with only 24 percent of papers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Mit unkommentierten Leseempfehlungen ist es ein bisschen, wie mit Fertigpizza und Burger: Nicht wiklich doll aber manchmal muss es einfach sein&#8230;</p>
<blockquote><p>niemanlab.org: <a href="http://www.niemanlab.org/2011/05/moneyball-and-paywalls-lessons-on-paid-content-from-smaller-papers/" target="_blank">Moneyball and paywalls: Lessons on paid content from smaller papers<br />
</a>46 percent of newspapers with circulation under 25,000 say they are already charging for some online content, compared with only 24 percent of papers with a 25,000+ circ. And of the papers surveyed that don’t charge for content, only 15 percent said they have no future plans for a pay model.</p></blockquote>
<p>googleblog.blogspot.com: <a href="http://googleblog.blogspot.com/2011/05/expanding-google-news-for-more-variety.html">Expanding Google News for more variety and multimedia</a><em><br />
</em><em>The newly expandable stories on Google News in the U.S., released today, give you greater story diversity with less clutter.</em></p>
<blockquote><p>techcrunch.com: <a title="New York Reveals Plan To Become America’s Next Top Digital City" rel="bookmark" href="http://techcrunch.com/2011/05/16/ny-digital-city-road-map-2011/">New York Reveals Plan To Become America’s Next Top Digital City<br />
</a>Through new official partnerships with Facebook, Twitter, and NY-based startups Foursquare and Tumblr, New York aims to become America’s next, top digital city.</p></blockquote>
<p>beet.tv: <a href="http://www.beet.tv/2011/05/the-semantic-web-is-coming-to-newsrooms-this-summer-hearsts-cto-michael-dunn.html" target="_blank">The Semantic Web is Coming to Newsrooms this Summer, Hearst&#8217;s CTO Michael Dunn</a><br />
<em>An industry initiative, lead by The New York Times, the AP and Getty Images, to surface deep data around news content including video, will be introduced in the Hearst newsroom this summer.</em></p>
<blockquote><p><em>dailydealmedia.com: <a href="http://www.dailydealmedia.com/why-groupon-has879-legs/" target="_blank">Why Groupon has Legs</a></em><br />
Deals have become commodities, and Groupon will certainly lose market share simply due to the growing volume of deals being distributed by a wider array of publishers. So how does Groupon differentiate their deals from Facebook, Google or other mass media?</p></blockquote>
<p>buchreport.de: <a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/nachrichten_detail/datum/0/0/0/wir-werden-in-die-rolle-der-verlage-gedraengt.htm?no_cache=1&amp;cHash=0cd0372a4c" target="_blank">„Wir werden in die Rolle der Verlage gedrängt“</a><br />
<em>Professor Dr. Ulrich Johannes Schneider, Direktor der Leipziger Universitätsbibliothek, hat beim 8. Publishers&#8217; Forum von Klopotek in Berlin über verlegerische Aktivitäten von Bibliotheken referiert.</em></p>
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						data-text="Die Tageslektüre. Unkommentiert." data-url="http://www.netzleser.de/2011/05/16/heute-gelesen-und-als-empfehlenswert-befunden/" 
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				</div></div>
		<div style="clear:both;"></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Hardy Prothmann vom Heddesheimblog im Interview: &#8220;Ich habe mehrere Erlösquellen&#8221;</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/05/15/hardy-prothmann-vom-heddesheimblog-im-interview-ich-habe-mehrere-erlosquellen/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 21:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hardy Prothmann]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[istlokal.de]]></category>
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		<description><![CDATA[Hardy Prothmann ist so etwas, wie die fremdernannte Leitfigur des Onlinelokaljournalismus. Einige Medienberichte sehen in ihm fast schon den Mesias für die Zukunft des Lokalen im Internet. Der Mesias ist er sicher nicht aber er macht seine Sache in meinen Augen ziemlich gut. 2009 Gestartet mit dem Heddesheimblog, betreibt Hardy inzwischen fünf Lokalblogs: www.heddesheimblog.de, www.ladenburgblog.de, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_813" class="wp-caption alignleft" style="width: 134px">
	<a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Prothmann2-224x300.jpg.scaled500.jpg"><img class="size-full wp-image-813 " title="Prothmann2-224x300.jpg.scaled500" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Prothmann2-224x300.jpg.scaled500.jpg" alt="" width="134" height="180" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Quelle: www.pushthebutton.de</p>
</div>
<p><a href="http://www.pushthebutton.de/uber/">Hardy Prothmann</a> ist so etwas, wie die fremdernannte Leitfigur des Onlinelokaljournalismus. Einige Medienberichte sehen in ihm fast schon den Mesias für die Zukunft des Lokalen im Internet. Der Mesias ist er sicher nicht aber er macht seine Sache in meinen Augen ziemlich gut. 2009 Gestartet mit dem Heddesheimblog, betreibt Hardy inzwischen fünf Lokalblogs: <a href="http://www.heddesheimblog.de" target="_blank">www.heddesheimblog.de</a>, <a href="http://www.ladenburgblog.de" target="_blank">www.ladenburgblog.de</a>, <a href="http://www.hirschbergblog.de" target="_blank">www.hirschbergblog.de</a>, <a href="http://www.weinheimblog.de" target="_blank">www.weinheimblog.de</a> und <a href="http://www.rheinneckarblog.de" target="_blank">www.rheinneckarblog.de</a>.</p>
<p>Ich habe ihm am Wochenende einige Fragen per Mail gestellt, die er nach rekordverdächtigen 32 Minuten beantwortet hat. <img src='http://www.netzleser.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p><strong>Hallo Hardy, Du machst schon lange Lokaljournalismus. Im Gegensatz zur Lokalzeitung bist Du auf Deinen Blogs sehr direkt und Meinungsstark. Wahrscheinlich mehr, als Du es im &#8220;klassischen Journalismus&#8221; sein durftest. Viele Leser danken es Dir. Manche sind etwas verstört. Unterscheidet sich Onlinelokaljournalismus für Dich von Printlokaljournalismus?</strong><br />
Das ist nicht ganz richtig. Ich habe 1991-1994 im Lokalen angefangen. Danach habe ich bis Mai 2009 fast ausschließlich überregional oder für Fachmedien gearbeitet und mit dem Start vom heddesheimblog dann wieder lokal. Meinungsstücke sind bei den &#8220;klassischen&#8221; Medien fast ausschließlich den Redaktionen und dort fast ausschließlich den Chefs vorbehalten. Und deren für-und-wider-Soße ist überwiegend nur langweilig. Oder klare Lobbyistenmeinung. Deutliche Kommentare, die einzelne Personen oder Gruppen thematisieren, fehlen im Lokalen. Man will es sich vor Ort mit den Leuten, die man ständig trifft, nicht verscherzen. Es fehlt an Mut, Haltung und Position in den meisten Redaktionen.</p>
<p><strong>Bei all der journalistischen Schärfe auf deinen Blogs: hast Du deswegen manchmal Probleme bei der Anzeigenakquise? Sind Dir schon Kunden abgesprungen, nach dem Motto &#8220;der Prothmann, der blöde Sack &#8211; da werbe ich nicht&#8221;?</strong><br />
So direkt habe ich das noch nicht gehört. Vermutlich gibt es Leute, die so denken, das ist dann halt so. Schlimm ist, dass in Heddesheim Gewerbetreibende gerne werben wollen, es aus Angst vor Nachteilen aber nicht tun. Die sagen mir hinter vorgehaltener Hand: &#8220;Super Job, alles richtig, wie Sie das schreiben, aber ich will dann und dann was bauen und kann mir keinen Ärger leisten. Oder: Wenn ich bei Ihnen werbe, verliere ich die und die Kunden, die haben das schon angekündigt. Der Mob hat also seine Arbeit &#8220;gut&#8221; gemacht.</p>
<p><strong>Die Tegernseer Stimme, die Prenzlauer Berg Nachrichten und regensburg-digital.de haben in letzter Zeit alle den Schritt in den klassischen Printbereich gewagt. Teils dauerhaft, teils als (vorerst) einmaliger Versuch. Ist das für Dich auch ein Thema oder eher ein ausgestorbenes Geschäftsmodell?</strong><br />
Anfangs habe ich sehr radikal die entweder-oder-Position vertreten und Print kam für mich nicht in Betracht. Mittlerweile denke ich, dass ich falsch gedacht habe. Es geht um Journalismus. Internet, Zeitung, Radio, Fernsehen sind nur Trägermedien. Allerdings lassen sich Printmedien im Lokalen offensichtlich noch sehr gut vermarkten, also überlege auch ich eine Zeitschrift herauszubringen.</p>
<p><strong>Du wetterst gerne gegen Verlage. Inzwischen betreibst Du selbst fünf Blogs in Deinem Umkreis. Ab wann wird man eigentlich zum &#8220;Online-Verleger&#8221; und wie muss das aussehen, um nicht in die gleiche Schiene zu rutschen, wie die &#8220;alten Verlage&#8221;?</strong><br />
Das ist keine Frage der Größe des Angebots, sondern ausschließlich eine der Haltung. Die meisten Journalisten können doch nicht mehr in den Spiegel schauen. Wenn doch, sehen sie Verlautbarungsschreiber, Terminabhaker, Pressemitteilungsverteiler oder schwurbelnde Bratwursttexter. Dahinter stehen Verlage, die sich von Anzeigenkunden diktieren lassen, was die Themen sind. Schönes Beispiel ist mal wieder der Mannheimer Morgen: In Heddesheim will Edeka sich mit einem Logistiklager vergrößern. Die Berichterstattung im MM war, naja, &#8220;freundlich&#8221;. Recherche: Null. Ein paar Tage später hat Edeka eine ganzseitige Anzeigen geschaltet. Daraus kann jeder schließen, was er will.</p>
<p><strong>Die Frage der Fragen: kannst Du von Deinen Blogs leben?</strong><br />
Von den Anzeigen alleine noch nicht. Ich habe mehrere Erlösquellen: Anzeigen, Beratungen, Schulungen und Vorträge. Es ist knapp, aber wird kontinuierlich besser. Ich bin überzeugt davon, dass der lokale Anzeigenmarkt sich entwickeln wird. Bislang haben die Zeitungsverlage aber alles unternommen, um diesen nicht zu entwickeln oder sogar zu beschädigen. Die Angst der Abwanderung von Printanzeigen nach online ist enorm groß.</p>
<p><strong>Du bist zum Vorstand von istlokal.de gewählt worden. Was versprichst Du Dir von dem Zusammenschluss vieler Lokalblogs?</strong><br />
Informationen und solidarisches Miteinander. Bislang hat jeder vor Ort seine Erfahrungen selbst gemacht. Die Mitglieder können sich nun austauschen und von den Erfahrungen der anderen profitieren. Auch Anfänger können sich einbringen, in dem sie Fragen stellen. Die &#8220;erfahrenen&#8221; müssen dann antworten und dabei überprüfen, ob die Antwort wirklich richtig ist, wo noch Stücke im Antwortkuchen fehlen, was die Sahne obendrauf wäre und die Kirsche.<br />
Es war viel Arbeit, diesen Verein zu gründen und wird weitere Anstrengungen brauchen, ihn voranzubringen Aber ich habe schon viel Nutzen daraus gezogen, sei es durch Artikeltausch, technische Tipps oder die Reflexion im Austausch mit Kollegen über die eigene Arbeit.</p></blockquote>
<p>Wer noch mehr über den Heddesheimblog wissen möchte, kann sich noch das Interview anschauen, das Hardy Prothman letztes Jahr bei <a href="http://www.dctp.tv/">dctp.tv</a> gegeben hat. Geht knapp 38 Minuten, wird aber nicht wirklich langweilig:</p>
<p><iframe width="500" scrolling="no" height="340" frameborder="0" src="http://www.dctp.tv/embed/7278b074cc174b22b8210fb258fa339d/" name="dctp-teaser" marginwidth="0" marginheight="0"><br /></iframe></p>
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						data-text="Hardy Prothmann vom Heddesheimblog im Interview: &#8220;Ich habe mehrere Erlösquellen&#8221;" data-url="http://www.netzleser.de/2011/05/15/hardy-prothmann-vom-heddesheimblog-im-interview-ich-habe-mehrere-erlosquellen/" 
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Es gibt unglaublich viele Zombies, die eigentlich tot sind, aber immer noch rumlaufen.&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 15:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich sagt es mal einer, wie es ist. Bernd Ziesemer, langjähriger Chefredakteur vom Handelsblatt, nimmt im Interview mit epd kein Blatt vor den Mund und beschreibt den Zustand der Medienbranche und speziell der Verlage scharf und direkt. Ziesemer spricht von einer &#8220;Kreativitätskrise in den Verlagen&#8221; und davon, dass die Verlage den technischen Anschluss verpassen, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_769" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px">
	<a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/ziesemer.jpg"><img class="size-full wp-image-769" title="ziesemer" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/ziesemer.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Bernd Ziesemer ist heute Geschäftsführer von Hoffmann und Campe Corporate Publishing</p>
</div>
<p>Endlich sagt es mal einer, wie es ist. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Ziesemer" target="_blank">Bernd Ziesemer</a>, langjähriger Chefredakteur vom Handelsblatt, nimmt im <a href="http://www.epd.de/medien/medien_index_88150.html" target="_blank">Interview mit epd</a> kein Blatt vor den Mund und beschreibt den Zustand der Medienbranche und speziell der Verlage scharf und direkt.</p>
<p>Ziesemer spricht von einer &#8220;Kreativitätskrise in den Verlagen&#8221; und davon, dass die Verlage den technischen Anschluss verpassen, weil sie sich Management-Seitig nicht darauf einstellen. Er hält einen &#8220;Chief technology Officer&#8221; in jedem Verlagshaus für lange Überfällig.</p>
<p>Den schönsten Absatz gibt es ganz zum Schluss des Interviews. Ziesemer geht darauf, ein dass sich Verlage generell sehr schwer damit tun, einzusehen, wenn etwas keinen Sinn mehr macht und man sich von bestehenden Modellen trennen muss. Oft passiert dann aber das Gegenteil:</p>
<blockquote><p>Das ist typisch: Es wird immer noch ein Stück runtergeschraubt, aber irgendwie wird weitergemacht. Das sehen wir jetzt bei der &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221;. Es gibt unglaublich viele Zombies, die eigentlich tot sind, aber immer noch rumlaufen.</p></blockquote>
<p>Auch den hier schon öfters angesprochenen Punkt der fehlenden Innovationsfreude und Geschwindigkeit von Verlagen im Internet beschreibt Ziesemer sehr treffend:</p>
<blockquote><p>Wenn Sie da mitmachen wollen, dann müssen Sie ganz schlanke Strukturen haben. Dann müssen Sie auch bereit sein, mit vielen Leuten mit Baseball-Cap auf dem Kopf zusammenzuarbeiten, die was rumschrauben. Und da tun sich viele Verlage in ihrer doch oft sehr bürokratischen Grundstruktur nicht leicht.</p></blockquote>
<p>Beim Punkt der &#8220;irgendwie immer gleichen Mantelteile&#8221;, sieht Ziesemer eine Entzauberung des Journalismus durch das Internet:</p>
<blockquote><p>Ich glaube, das Internet hat brutal enthüllt, dass wir Journalisten, wobei ich ja nur noch Halbjournalist bin, zum Teil mit nackten Kleidern dastehen. Man kann sehen, wie gleichförmig viele Texte zum Beispiel in Tageszeitungen sind, wie wenig Unterschiede es da gibt. Niemand ist bereit, für irgendetwas Geld zu bezahlen, das er in einer annähernden Qualität woanders umsonst kriegt. Das ist die Falle, in der alle drinstecken.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.epd.de/medien/medien_index_88150.html" target="_blank">Das komplette Interview gibt es beim epd</a>. Wirklich sehr lesenswert! Und nicht nur, weil es die hier vertretene Meinung so schön spiegelt <img src='http://www.netzleser.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>In eigener Sache: istlokal.de gegründet &#8211; Förderung des unabhängigen Online-Lokaljournalismus</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/05/10/in-eigener-sache-istlokal-de-gegrundet-forderung-des-unabhangigen-online-lokaljournalismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 15:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hyperlocal]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblog]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalzeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kurze Meldung in eigener Sache: Ich war letzten Samstag in Nürnberg und habe gemeinsam mit anderen Bloggern, Online-Lokaljournalisten, Hyperlocal-Bloggern, Lokalblog-Betreibern, &#8230; &#8211; wie auch immer man sie nennen mag &#8211; den Verein istlokal.de gegründet. Unter dem gemeinsamen Dach soll in Zukunft allen Lokalbloggern die Möglichkeit geboten werden sich zu organisieren, Erfahrungen auszutauschen und sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Eine kurze Meldung in eigener Sache: Ich war letzten Samstag in Nürnberg und habe gemeinsam mit anderen Bloggern, Online-Lokaljournalisten, Hyperlocal-Bloggern, Lokalblog-Betreibern, &#8230; &#8211; wie auch immer man sie nennen mag &#8211; den Verein <a href="http://www.istlokal.de" target="_blank">istlokal.de</a> gegründet.</p>
<p><a href="http://www.istlokal.de"><img class="aligncenter" src="http://istlokal.de/wp-content/uploads/2011/02/istlokal.de_Logo_300x116px.png" alt="" width="300" height="116" /></a></p>
<p>Unter dem gemeinsamen Dach soll in Zukunft allen Lokalbloggern die Möglichkeit geboten werden sich zu organisieren, Erfahrungen auszutauschen und sich gemeinsam national zu Vermarkten.</p>
<p>Hardy Prothmann vom <a href="http://www.heddesheimblog.de">Heddesheimblog</a> ist zum 1. Vorsitzenden gewählt worden und hat auch gleich eine <a href="http://istlokal.de/blog/2011/05/10/pm-istlokal-de-gegrundet/" target="_blank">Pressemeldung zu istlokal.de</a> veröffentlicht:</p>
<blockquote>
<h3>Ziel: Förderung des unabhängigen Online-Lokaljournalismus</h3>
<p>Zur konstituierenden Sitzung der Vereinsgründung istlokal.de fanden sich am 07. Mai 2011 insgesamt 21 BetreiberInnen von lokaljournalistischen Angeboten in Nürnberg ein.</p>
<p>Die TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland tagten von 11 Uhr bis 19 Uhr. Auf der Tagesordnung standen die Wahl zwischen einer Vereins- oder Genossenschaftsgründung, sowie die inhaltlichen Ziele der Vereinigung und Aufgabenformulierungen für die künftige Arbeit.</p>
<p>Die Mitglieder einigten sich auf die Gründung eines Vereins istlokal.de. Ziel ist die Förderung des Lokaljournalismus. Auf diesem Weg sollen Alternativen zu den traditionellen Lokalmedien vorangetrieben und gefördert werden, um die Medienlandschaft in Deutschland zu bereichern.<br />
Als Sitz des Vereins einigte man sich auf Berlin. Angestrebt sind weitere Dependenzen in den einzelnen Bundesländern.</p>
<p>Mit istlokal.de entsteht ein Verband für unabhängige journalistische Angebote im Internet. Mitglieder können Betreiber lokal- und regionaljournalistischer Angebote werden, die entweder ein publizistisches Internetangebot betreiben oder betreiben wollen. Daneben können auch weitere publizistische Angebote wie Zeitschriften, Zeitungen oder Radio- und Fernsehdienste angeboten werden.</p>
<p>Diese Angebote müssen demokratische und rechtsstaatliche Ziele verfolgen. Angebote, die in welcher Form auch immer abhängig von traditionellen Medienhäusern sind, können nicht Mitglied werden.</p>
<p>Auf Vorschlag der Gründungsmitglieder wurden Hardy Prothmann als 1. Vorsitzender sowie Stefan Aigner als 2. Vorsitzender vorgeschlagen. Die Wahl erfolgte einstimmig.<br />
Ka-Jo Schäfer wurde als Kassenwart vorgeschlagen. Die Wahl erfolgte einstimmig.<br />
Als Beisitzer wurden Christoph von Gallera vorgeschlagen, der 13 Stimmen erhalten hat sowie Oliver Sigrist, der 19 Stimmen erhalten hat.</p>
<p>In der nächsten Zeit wird die Satzung des Vereins erarbeitet. Einigkeit bestand darüber, dass der Verein künftig drei Arten von Mitgliedschaften anbietet: Fördermitglieder, nicht-kommerzielle Mitglieder und kommerzielle Mitglieder.</p>
<p>Die Gründungsmitglieder vor Ort waren:</p>
<p><strong>Aigner</strong>, Stefan, <strong>Althaus</strong>, Peter, <strong>Baß</strong>, Alexander, <strong>Feldkeller</strong>, Klaus, <strong>Gallera von</strong>Christoph, <strong>Greschner</strong>, Steffen, <strong>Hornstein</strong>, Christofer, <strong>Hümmler</strong>, Thomas, <strong>Knoke</strong>, Marlies, <strong>Levermann</strong>, Jörg, <strong>Posztos</strong>, Peter, <strong>Prothmann</strong>, Hardy, <strong>Schäfer</strong>, Ka-Jo,<strong>Semmler</strong>, Martin, <strong>Schwörbel</strong>, Philipp, <strong>Sigrist</strong>, Oliver, <strong>Stascheit</strong>, Dirk, <strong>Stenzel</strong>, Ralph,<strong>Stingl</strong>, Armin, <strong>Stoffel</strong>, Carsten, <strong>Wenzl</strong>, Michael.</p>
<p>Weitere rund 20 Interessenten konnten aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.</p>
<p><strong>Kontakt:</strong><br />
Hardy Prothmann<br />
fon 06203/ 49 23 16<br />
email kontakt (at) istlokal.de</p></blockquote>
<p>Ich freu mich riesig, dass das so geklappt hat und bin gespannt, was daraus noch alles entsteht. Lokalblogs sehe ich zumindest als die große Chance auf einen &#8220;anderen&#8221; und &#8220;neuen&#8221; Journalismus, den Regionalverlage bisher nicht abdecken können oder nicht wollen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zeitungen als Technologieanbieter und Marktplatz für den örtlichen Einzelhandel</title>
		<link>http://www.netzleser.de/2011/03/26/online-zeitungen-als-marktplatz-fur-den-einzelhandel/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 21:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Greschner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Fashiongalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Technologieanbieter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was spricht eigentlich dagegen, dass Zeitungen zum größten Online-Einzelhändler ihrer Stadt werden? Zum Technologieanbieter, der an der Quelle für das richtige Marketing sitzt. Geld verdienen mit Umsatz, anstatt mit dem Verkauf von Werbefläche &#8211; mit dem andere ihren Umsatz steigern sollen. Modehändler gehen einen neuen Weg: Die Community Das klingt vielleicht sehr weit hergeholt aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Was spricht eigentlich dagegen, dass Zeitungen zum größten Online-Einzelhändler ihrer Stadt werden? Zum Technologieanbieter, der an der Quelle für das richtige Marketing sitzt. Geld verdienen mit Umsatz, anstatt mit dem Verkauf von Werbefläche &#8211; mit dem andere ihren Umsatz steigern sollen.</p>
<h3>Modehändler gehen einen neuen Weg: Die Community</h3>
<p><a href="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Fashiongalerie_Screenshot.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-512" title="Fashiongalerie_Screenshot" src="http://www.netzleser.de/wordpress/wp-content/uploads/Fashiongalerie_Screenshot.png" alt="" width="350" height="261" /></a></p>
<p>Das klingt vielleicht sehr weit hergeholt aber eine Modewebsite hat gezeigt, was möglich ist, wenn man nur weiter denkt als die Anderen. Die Idee nennt sich <a title="Fashiongalerie - Ein Zusammenschluss von Mode-Einzelhändlern" href="http://www.fashiongalerie.de/" target="_blank">FASHIONGALERIE</a> und ist ein Zusammenschluss verschiedener deutscher Mode-Einzelhändler. Anstatt selbst in den teuren Aufbau einer Webseite mit Onlineshop zu investieren, haben sich die Händler zusammengetan und bieten ihre Waren auf einer gemeinsamen Plattform an. Das spart Kosten bei der Entwicklung und beim Marketing. <a title="excitingcommerce über Fashiongalerie" href="http://www.excitingcommerce.de/2011/03/fashiongalerie.html" target="_blank">Jochen Krisch hat das Konzept auf excitingcommerce näher erklärt</a>.</p>
<h3>Und jetzt kommt der Dreh zu den Journalistischen Geschäftsmodellen</h3>
<p>Auf den ersten Blick ist die Idee zwar nett, hat aber nichts mit einem Geschäftsmodell für den Online-Journalismus zu tun. Auf den zweiten Blick kann aber gerade in solchen Ideen die Zukunft für Tageszeitungen und ihre Onlineangebote liegen.</p>
<p>Die Zeitung als absoluter Platzhirsch vor Ort täte gut daran, wenn Sie ihre Macht der Reichweite anders als nur durch das Verbreiten von Nachrichten und Werbefläche nutzen würde. Ich zitiere mich an dieser Stelle einfach mal selbst aus einem Artikel, <a title="Steffen Greschner: Weg vom reinen Animationsprogramm" href="http://www.theeuropean.de/steffen-greschner/2519-e-commerce-vs-journalismus" target="_blank">den ich im März 2010 auf The European geschrieben habe</a>: <img src='http://www.netzleser.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<blockquote><p>Den Zugriff auf oft mehrere Hunderttausend Menschen nur für den Verkauf von Werbefläche zu nutzen ist zu wenig. Sich einfach zurücklehnen, die Anzeigenabteilung ans Telefon setzen und auf Buchungen warten, wird in Zukunft nicht mehr ausreichen. Zeitungen müssen zu Technologieanbietern werden, lokale (Online-)Communitys aufbauen und lernen, diese zu kapitalisieren. Menschen sind nicht nur Werbepreise, Abonnenten und Artikelleser, sondern eine Gemeinschaft, die unterhalten, versorgt und unterstützt werden will.</p></blockquote>
<p>Die Zeitungen haben oft den besten Kontakt zu den örtlichen Einzelhändlern: Leider oft verschwendet durch Akquiseanrufe für die nächste Sonderseite. Vielen Einzelhändlern wäre mehr geholfen, wenn man ihnen wirklich helfen würde, anstatt ihnen steigende Umsätze durch den Verkauf von überteuerten Werbeplätzen zu versprechen.</p>
<h3>Die Zeitung als Marktplatz für den Einzelhandel</h3>
<p>Warum nicht als Zeitung eine eigen Unit aufbauen, die sich um die richtige Präsentation der ansässigen Einzelhändler kümmert. Ein Shopsystem ist schnell aufgebaut und bereichert mit der richtigen Präsentation auch die eigene Zeitungswebseite. Die Zeitung fungiert als Technologieanbieter und Vermarkter. Verschickt wird über den jeweiligen Anbieter der Ware. Abgerechnet auch. Die Zeitung bekommt eine klassische Vermittlungsprovision.</p>
<p>Nicht der klassische Weg aber ein durchaus gangbarer: Ein Zusammenschluss der Online-Angebote des örtlichen Einzelhandels &#8211; Präsentiert durch die örtliche Zeitung.</p>
<p>Das heißt aber auch, dass Zeitungen Ihr Business anders begreifen müssen. Der Journalismus dient als Rahmen und als Lockmittel. Verdient wird mit der geballten Kompetenz der örtlichen Händler. Von irgendwas muss der gut recherchierte Inhalt schließlich auch bezahlt werden. Die klassische Anzeige wird das online wohl nicht schaffen. Zumindest nicht alleine.</p>
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